Was vielleicht eigentlich gerade los ist

Und immer wieder fragen Autorinnen: Wie ist das denn so, gerade jetzt, in diesen Zeiten, zu leben? Wir flitzen im Eiltempo auf dieser kleinen Kugel herum, hasten von Projekt zu Projekt, erobern die Welt mit dem Flugzeug, mit Tempo und Wucht, können alles wissen (ein bisschen) und alles ausprobieren (fast grenzenlos). Und dann sitzen wir in einem Wartesaal eines Flughafens, neben Amar zum Beispiel, könnten ihn berühren und – wissen nichts.
Lisa Halliday schafft es in «Asymmetrie» dieses Weltgefühl einzufangen, ohne platt darauf hinzuweisen. Mit hinreissender Sprache (tolle Übersetzung, lieber Hanser Verlag!), klugem Aufbau und weiteren Konstellationen, durch die es zwischen den Zeilen nur so wuchert, stellt Halliday Fragen, wie in einer Welt der gefühlten totalen Vernetzung persönliches Glück aussehen kann. Und was Politik damit zu tun haben könnte. Vielleicht … oder was ist es denn, was Ihnen entgegenwuchert, was schlingt sich um Ihre Gedanken? Bitte lesen und mit mir darüber parlieren! Es wäre mir eine Freude.

Melina Cajochen

Lisa Halliday, Asymmetrie, Hanser Verlag 2018

 

ZUM INTERNET-SHOP

Septembergedicht

hongkong

darf ich es sagen
hongkong du riechst
nach seit längerem nassem
papier mancherorts
strenger nach hund
deine palmen aus fleisch
deine düfte aus pilz

deine blüten aus fisch
sieh die dünnhäutigen
hochhäuser haben
himmel eingeatmet
sind nun sehr beschlagen
die wolken schwerer
als wolken wie fels
die himmel bergketten
die nachtfalter fledermäuse
und die fledermäuse gross
wie zerfetzte regenschirme
hongkong deine bauten
machen sich als sterne
den hang hinauf
die menschen dagegen
wie von ungefähr
auf den fähren dem wasser
zwischen china und china

Raphael Urweider

Aus: Raphael Urweider, Wildern, Hanser Verlag 2018.

Eine Bücherstation zieht um

Unser Projekt „Von Dorf zu Dorf“ macht die Runde. Wir erfreuen uns an Bestellungen, an den neu entstehenden Kontakten zu den anderen Dörfler und Dörflerinnen und kennen inzwischen die schönsten Wege von einem Dorf zum anderen. Von Oberegg bringen wir jeweils den Zvieri mit, in Heiden kann man gleich noch den feinen Essig von Terra Verde ins Einkaufswägeli legen und in Trogen gibt’s frischgepressten Süssmost.

Ab 1. September 2018 neu: Die Bücherstation Rorschach wechselt vom Café Treppenhaus in den Verkaufsladen der Institution HPV an der Hauptstrasse 83 in Rorschach.

Die ganztägigen Öffnungszeiten kommen uns sehr entgegen und die Vision der HPV Institution – das Bilden, Beschäftigen und Begleiten von Menschen mit Behinderung zu einem selbstbestimmten und gemeinschaftlichen Leben – möchten wir unterstützen. Der Verkaufsladen ist eine Fundgrube von Schätzen. Handgefertigtes Holzspielzeug, selbstgenähte Kinderschuhe, originelle Taschen und Accessoires aus Kork, spezielle Spielausgaben (zum Beispiel für alle Dog-Liebhaberinnen), aber auch alle Formate und Farben der Freitag Handy-Hüllen. Menschen mit Behinderung haben dort die Möglichkeit zu arbeiten und im Kundenkontakt zu sein. Das birgt schöne, überraschende Begegnungsmomente und macht Freude.

Wir freuen uns, dass Susanne Wolff und ihr Team bei uns auf den Traktor springen!

HPV-Laden Rorschach

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Unsere anderen Bücherstationen

Heiden – Naturladen Bionat
Rehetobel – Volg
Oberegg – Feinbäckerei Bischofberger
Trogen – Gasthaus Schäfli
Teufen – Bäckerei Café Böhli

Lesen ist nicht (kinder)leicht!

10. September 2018
19.30 Uhr
Volksbibliothek Appenzell

 

Eine spannende, informative Veranstaltung zum Thema Leseförderung

 

Liebe Eltern und Grosseltern

Leseerziehung ist ein Prozess. Dieser ist vor allem dann erfolgreich, wenn Erwachsene Kinder beim Lesen begleiten und sich mit ihren Lesestoffen auseinandersetzen. Entscheidende Weichen dafür werden in der Familie gestellt.

Damit die Lesemotivation bei Kindern erhalten bleibt, braucht es zudem ein möglichst differenziertes Angebot an Lesestoffen. Die Bandbreite der unterschiedlichen Interessen und Vorlieben ist sehr gross.

Maria Riss, ehemals Dozentin an der Pädagogischen Hochschule FHNW – und sicher vielen bekannt als engagierte Mitarbeiterin im Bücherladen Appenzell – wird auf verschiedene Fragen rund um die Leseentwicklung von Kindern und Jugendlichen eingehen, sie wird Einblicke in neuere Studien ermöglichen und aktuelle Bücher für Kinder und Jugendliche vorstellen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung der Kantons- und Volksbibliothek Appenzell

Biologie des Geistesblitzes

Büchertisch zum

Impulsvortrag von Dr. Henning Beck

henning

MITTWOCH, 29. AUGUST 2018
19.30 Uhr
Kunsthalle Ziegelhütte
Ziegeleistrasse 14, CH-9050 Appenzell

 

Dr. Henning Beck ist Neurowissenschaftler, Science Slammer und Autor. Mit seinen humorvollen, frischen, modernen und unterhaltsamen Vorträgen füllt er Saal um Saal. Er ist einer der gefragtesten Wissenschaftsredner und wirft einen spannenden Blick hinter die Kulissen der fehlerhaftesten und gleichzeitig innovativsten Struktur überhaupt auf der Welt: dem Gehirn.

Er spricht über..

  • Biologie des Geistesblitzes – WIE SIE DAS UNMÖGLICHE DENKEN
  • Wie ein Geistesblitz entsteht und was im Gehirn bei kreativen Ideen passiert
  • Was neue Ideen ausmacht und warum sie mit Denkmustern brechen müssen
  • Warum uns neue Perspektiven neugierig machen und wie wir originelle Lösungen
    entwickeln
  • Mit welchen Tricks wir die besten Ideen anlocken, erkennen und anderen vermitteln
  • Welches Umfeld wir für neuartige Lösungen brauchen und wie wir so denken wie nie zuvor

 

Hinweis Heinrich Gebert Kulturstiftung:
http://www.hgebertka.ch/besucher/agenda/detail/calendar/2018/08/29/event/tx_cal_phpicalendar/impulsvortrag_von_dr_henning_beck/
Homepage Dr. Henning Beck (mit Trailer zum Vortrag):
https://www.henning-beck.com/vortraege/

INFORMATIONEN:
Kosten: Ticket CHF 25 (red. CHF 15) – inkl. Eintritt, Vortrag und Ausstellungsbesuch
Türöffnung 18.30 Uhr – Beginn 19.30 Uhr
Vortragsdauer: ca. 60 Minuten
Anmeldung unter info@kunsthalleziegelhuette.ch oder 071 788 18 60
Verpflegung: Snacks und Getränke sind vor und nach der Veranstaltung im Museumsbistro erhältlich; Nachtessen nur gegen Voranmeldung (info@kunsthalleziegelhütte.ch oder 071/ 788 18 60)

Wir freuen uns, euch dort zu treffen, zu plaudern, zu blättern, zu hirnen..

Bücherladen Internet-shop oder neu bestellen via Whatsapp: 077 484 09 48

Augustgedicht

kontinuität

syt geschter
isch hütt
vo hütt a
isch morn
und öppis
isch gäng

Kurt Marti

Aus: Kurt Marti, wo chiemte mer hi?, sämtlechi gedicht ir bärner umgangsschprach, Nagel & Kimche 2018.

sommerlese

Melancholischer Abgrund der Familiengeschichte

In einem kleinen feinen Bändchen steckt er, voll mit einer prallen Familiengeschichte, gut zu lesen an einem langen, lauen Sommerabend im Schaukelstuhl oder auf dem Balkon, der Roman „Nachsommer“ von Johan Bargum. In den schwermütigen Tagen eines zu Ende gehenden Sommers bringt das Sterben der Mutter die beiden ungleichen Söhne Carl und Olof nach einer langen Trennung ungewollt, ja unwillig, wieder zusammen. Es wird ein heftiges, schonungsloses und endgültiges Zusammentreffen, das sie zurück wirft in alte Verhaltensmuster und damit lange vergessene Vorkommnisse und Verletzungen wieder aufbrechen lässt.

Bargum ist Meister der lakonischen Formulierungen, die vollkommen ausreichen, um die Seelenlandschaft des Hauptprotagonisten Olof zu umreissen: eine unerfüllte Liebe, lebenslange Ängste und eine dominante Familie lassen ihn selbst konturen- und antriebslos bleiben. Bargum schafft es dennoch einen sympathischen, stillen Helden zu zeichnen, der innerlich aufgewühlt, äusserlich aber unverändert aus diesem Schlussakkord der Familiengeschichte hervorgeht. Getragen wird die melancholische Grundstimmung der Geschichte von der Möglichkeit einer echten Liebe zwischen Olof und seiner Schwägerin Clara, die die Realität des Alltages aber niemals erreicht hat.

Atmosphärisch dicht und in einfachen Worten beschreibt Bargum in der letzten, entscheidenden Begegnung der ungleichen Brüder und ihrer Familien die Unmöglichkeit von Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Leben im Jetzt ist alles, was bleibt.

Brigitta Schmid

 

Johan Bargum, Nachsommer. Roman. Aus dem Schwedischen von Karl-Ludwig Wetzig, mareverlag Hamburg, 2018

nachsommer_bargum

Juligedicht

Anti-liebesgedicht

Manchmal willst du denjenigen den du liebst nicht lieben
du drehst dein gesicht weg von diesem gesicht
dessen augen lippen dich zorn vergessen lassen könnten
beleidigung vergessen   hinwegrauben den kummer nicht lieben
zu wollen   wegdrehen bloss wegdrehen   beim frühstück
am abend   blick nicht auf von der zeitung
vor dir dieses gesicht mit all seinem ernst   eine
sanftmütige konzentriertheit   er hält sein buch
in der hand   die knöchelharten winterlichen holz-
narbigen finger   wegdrehen   mehr kannst du nicht
tun   alt wie du bist um dich zu retten   vor der liebe

Grace Paley

aus: Grace Paley, Manchmal kommen und manchmal gehen, Gedichte, Schöffling & Co. 2018.

Frisch vom Markt für Jugendliche

Maria Riss empfiehlt spannende Sommerlektüren!

dearmartinYustyce ist einer der besten Schüler seines Jahrgangs. Yustice sieht gut aus und kann auch im Sport mithalten. Fürs nächste Jahr hat er sich gar einen Studienplatz in Yale gesichert. Aber Yustice wird völlig willkürlich verhaftet und in Handschellen gelegt, obwohl er nur einem betrunkenen Mädchen helfen wollte. Denn Yustice ist schwarz. Er kommt zwar frei, weiss aber nicht, wie er mit seiner Wut umgehen soll. So beginnt er zu schreiben. Er schreibt Briefe an Martin Luther King, bittet um Rat, weil er einfach nicht weiss, wie er mit den vielen, oft kleinen rassistischen Beleidigungen im Alltag umgehen soll, und er weiss auch nicht, wem er sich anschliessen soll. Da gibt es die Gruppe der radikalen schwarzen Kämpfer, die mit roher Gewalt ihr Recht einfordern, manche von ihnen kennt Yustice seit dem Kindergarten. Da ist seine weisse Mitschülerin Sarah-Jane, die er so mag und die ihm nicht nur beim Debattieren zur Seite steht. Und da ist seine Mum, die für ihren Sohn alles tut, es aber niemals verstehen würde, wenn Yustice sich in ein weisses Mädchen verlieben würde. Egal wem sich Yustice anschliesst, er wird sich Feinde machen. Und von Martin Luther King bekommt er auch keine Antwort. Aber all die Briefe, die vielen Überlegungen, das Ordnen der Gefühle beim Schreiben, das ist trotz allem hilfreich. Und ganz zum Schluss weiss Yustice, welchen Weg er gehen will.

Gleich mit ihrem ersten Roman ist der jungen Autorin Nic Stone ein Wurf geglückt. Nicht nur, weil das Thema nach wie vor so aktuell ist, sondern auch, weil sie Yustice mit seinem Durcheinander an Gefühlen, seiner Suche nach dem für ihn richtigen Weg so glaubhaft und eindringlich beschrieben hat. Yustice gerät immer wieder zwischen die Fronten und wird bedroht. Dies ist nicht nur in Amerika so. Jugendliche werden Yustice Konflikte sehr gut nachvollziehen können. Es geht im Buch darum, seine Rechte einzufordern, sich über die eigene Haltung klar zu werden und dafür auch gerade zu stehen, ganz egal, ob man sich damit Feinde macht. Das spannende Buch sei Jugendlichen ab etwa 14 Jahren wärmstens empfohlen.

Nic Stone: Dear Martin
Aus dem Englischen von Karsten Singelmann
Rowohlt 2018
ISBN: 978-3 499-21833-0

 

philippullman

Malcolm lebt mit seinen Eltern und seinem Daemon Asta in Oxford. Er ist etwa 12 Jahre alt und ein ungemein kluger und hilfsbereiter Junge. Gegenüber dem Fluss gibt es ein Nonnenkloster, Malcolm hilft dort immer wieder aus. Eines Tages wird im Kloster ein Baby abgegeben, ein kleines Mädchen mit dem Namen Lyra. Zur gleichen Zeit passieren merkwürdige Dinge: Malcolm beobachtet einen Mord und belauscht beim Helfen in der Gaststube seiner Eltern geheime Gespräche über Macht, Krieg und Religion. Malcolm erfährt auch, wer der Vater der kleinen Lyra ist. Lyras Vater wird verfolgt und kann sich nicht um seine kleine Tochter kümmern. Malcolm verspricht ihm, was immer auch kommen möge, er werde Lyra beschützen. Man munkelt in diesen Tagen auch von einer Flut, die kommen werde, so gross, wie sie noch nie jemand erlebt habe. Es ist Malcom, der zusammen mit dem Küchenmädchen Alice das kleine Baby vor den schrecklichen Fluten rettet. In Malcolms kleinem Boot gelingt ihnen die Flucht. Um das Baby Lyra scheinen sich die Mächtigen des Landes zu streiten, deshalb wird Malcoms Boot verfolgt. Nicht nur die riesigen Wassermassen, auch bewaffnete Verfolger bedrohen das Leben der drei Flüchtenden. Alice und Malcolm haben Lyra vom ersten Moment an in ihr Herz geschlossen und verteidigen ihr Leben mit allen Mitteln. Erst ganz am Schluss, nach dem Bestehen von unglaublich vielen Gefahren, können sie Lyra endlich in die Hände ihres Vaters legen.

Philip Pullman hat einen ganz fantastischen Roman geschrieben, dies in jeder Beziehung. In welcher Zeit und Welt die Geschichte spielt, ist unklar, im Vordergrund steht aber der Konflikt zwischen mächtigen Religionsführern und den Gelehrten der Wissenschaft. Der Autor hat den Plot mit vielen fantastischen Elementen ausgestattet, so wird etwa jede Figur von einem passenden Daemon begleitet, dies macht die Lektüre zusätzlich spannend und geheimnisvoll. Auch die Beschreibungen der Figuren sind so treffend, dass Lesende Alice und Malcolm zu kennen glauben und wohl mit allen beiden gern befreundet wären. Obwohl das Buch fast 600 Seiten umfasst, würde man gerne weiterlesen, so eindrücklich ist diese Lektüre, auch wegen der vielen, aktuellen und politischen Anspielungen. Da ist es gut, dass bereits im Herbst der nächste Band «Ans andere Ende der Welt»erscheinen wird.

«Über den wilden Fluss» ist Teil der Vorgeschichte zur unvergesslichen Trilogie «Der goldene Kompass».

Philip Pullman: Über den wilden Fluss
Aus dem Englischen von Antoinette Gittinger
Carlsen 2018
ISBN: 978-3-551-58393-2

Direkt bestellen im Bücherladen oder per Whatsapp – +41 77 484 09 48

Unsere Bücherstation in Trogen

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Von Dorf zu Dorf – von Dorfladen zu Dorfladen

Der Bücherladen Appenzell möchte seine Bücher von Dorf zu Dorf bringen, überall dorthin, wo es keine Buchläden mehr gibt. Und dafür hat er Partner in Teufen, Heiden, Trogen, Oberegg, Rehetobel und Rorschach gesucht und gefunden. Partner sind Geschäfte, Dorfläden, und Restaurants, wie der Bücherladen selbst: Da arbeiten Menschen, denen Service und Qualität am Herzen liegt. Die mit ihrem Laden und Gasthaus das Dorf lebenswert machen, die ein Treffpunkt sind und die die Dorfnachbarschaft leben wollen.

Das Gasthaus Schäfli ist ein umtriebiger Ort, mitten in Trogen, hangabwärts vom alten Landsgemeindeplatz, quasi ein Kreuzpunkt für Begegnung und Hallo’s über die Strasse! Wir freuen uns sehr über unsere Bücherstation bei Madleine und Ueli Künzli und hatten einen tollen Tag unter Trogner und Trognerinnen.

Wie es das Schicksal will, hat die Tochter der Schäfliwirten ein eigenes Traktormuseum in Rehetobel (Enkelausflug?)! Und so stand er schon da, am frühen Morgen, der grüne Drache..
Mittwoch und Samstag von 9 bis 12 hat das Schäfli einen Laden mit frischem Gemüse von den Bauern rundherum. Da haben wir uns natürlich gleich freudig eingedeckt. Vis a vis gibt’s seit Kurzem den Bio Ohne. Also alles nebst Gemüse. Von Hirseflocken über Olivenöl bis zum Abwaschmittel – immer ohne Hülle. Wunderschöner Laden mit genialer Idee.

An so einem Mittwochmorgen kommen fast alle einmal an diesem Platz vorbei. Es war toll neue Leute kennenzulernen, unverhofft Bekannte zu treffen und die eine und andere Bestellung durften wir grad entgegen nehmen. Spontan schön.

Apropos bestellen! Bei uns kommt man ab sofort auch via Whatsapp zum gewünschten Buch.
Einfach Buch knipsen, oder Titel schreiben – Name und Adresse angeben – Vermerk abholen oder zuschicken – abschicken – bestellt!

Whatsapp an den Bücherladen : +41 77 484 09 48

Junigedicht

Schmetterling

An einem heissen,
gleissend stillen Sommertag
wurde ich gewahr,
          dass es Schmetterlinge gibt,
          die auch über das Meer schwärmen können.

Michiko, Kaiserin von Japan

In: Michiko, Nur eine kleine Maulbeere. Aber sie wog schwer, Herder 2017.

 

Maigedicht

Ich glaube das, was man mir sagt.

Und nichts, worin eine Warnung ist.

Ich glaube das Gute und das Belanglose,
denn es ist ungefährlich.

Das Gefährliche und Böse glaube ich nicht.

Wegweisern glaube ich nicht.

Ich glaube einem Berg nicht, dass er ein Weg ist.
Und Schwierigkeiten nicht.

Personen, die warnen wollen, glaube ich nicht.
Ich glaube ihrem Himmel und ihrer Hölle nicht.

Von allem, was stimmt, glaube ich, dass es stimmt.

Allem, was stimmt, glaube ich aufs Wort.

Ich bin gehorsam und taub.
Ich höre taub.

Elke Erb

In: Elke Erb, Sonnenklar Meins: Das Hündle kam weiter auf drein, roughbooks 006/28/32 2018.

Hier kommt unser Fanfutter!

klüpfinger
Für Serienleser und Provinzliebhaberinnen mit Charme.

 

Murakami
Für Philosophinnen, Maler, unter anderem Surrealisten.

 

Palmen
Für Freundinnen und den Sitznachbar im Bus.

 

poe
Für Gerngrusler und Augenschmeichlerinnen.

 

Schätzing
Für Nachtfalter, Götterbaumspinner, Sammlerinnen und Zukunftsinteressierte.

 

lika
Für Freunde des feinen Strichs und Tiefgängerinnen.

 

direkt zum Bücherregal

Unsere Bücherstation in Oberegg

Von Dorf zu Dorf – von Dorfladen zu Dorfladen

Der Bücherladen Appenzell möchte seine Bücher von Dorf zu Dorf bringen, überall dorthin, wo es keine Buchläden mehr gibt. Und dafür hat er Partner in Teufen, Heiden, Trogen, Oberegg, Rehetobel und Rorschach gesucht und gefunden. Partner sind Geschäfte, Dorfläden, und Restaurants, wie der Bücherladen selbst: Da arbeiten Menschen, denen Service und Qualität am Herzen liegt. Die mit ihrem Laden und Gasthaus das Dorf lebenswert machen, die ein Treffpunkt sind und die die Dorfnachbarschaft leben wollen.

Die Feinbäckerei Bischofberger ist ein Ort, an dem alle willkommen sind, ein Ort zum Wohlfühlen und Geniessen. Schön, dass die Bücherstation in Oberegg so ein wunderbares Plätzchen gefunden hat!

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Und immer wieder öffnen sich die Türen und Brot geht über die Ladentheke, Milch und Früchte kommen in den Korb und Kaffee mit Kuchen wird aufgetischt. Hier wird gearbeitet, hier wird gelebt, hier kann man sich wohlfühlen. Ein reges Treiben herrscht und doch, Zeit für einen Schwatz haben alle. So kommt man sich näher, wir von Appenzell und die Obereggerinnen und Oberegger, und wir beiden Bücherladenfrauen sagen zueinander: Es gefällt uns hier.
Doris und René Bischofberger haben uns und unser Projekt mit offenen Armen empfangen – ein ganzes Schaufenster mit Bücher und Brötli. Eigentlich wollten sie das sofort machen, aber dann. Silber in Pyeongchang! Der junge Marc Bischofberger (leider kein Bäckerssohn) hat es tatsächlich im Skicross auf den zweiten Platz geschafft. Da war dann in Oberegg einiges los. Passend gabs in der Bäckerei feine Olympia-Berliner. Natürlich für uns auch toll – eine Bücherstation in einem Weltdorf!

Feinbäckerei Bischofberger

 

Melina Cajochen & Vanja Hutter

 

PS: Sehr zu empfehlen ist das Oberegger-Brot!
PPS: Der Trick mit dem „Schlüssel-nicht-verlieren-drum-häng-etwas-grosses-dran“ hat sich laut den Mitarbeiterinnen extrem bewährt!

 

Julia Linnea Fässler ist da!

annalena_julia

 

Am 17.2.2018 war das Glück für Anna-Lena und Benjamin wohl 3180g schwer und
49 cm lang.

Zweimal war Julia Linnea schon bei uns im Bücherladen.. Früh übt sich,
bald wird sie wohl zu einer kleinen Leserin werden! Denn auf  den Touren zu unseren Bücherstationen ist sie bereits dabei. Das ganze Team des Bücherladens freut sich mit.