Archiv der Kategorie: ,kleiner Frühling‘ 2015

kleiner Frühling – zwischendurch und rundherum

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SO 24 Nietzsches Regenschirm

Nietzsche hatte einen roten Regenschirm. Nun ja, diese Tatsache ist an sich nicht verwunderlich und deshalb auch nicht sonderlich interessant. Könnte man meinen. Wer jedoch diesen Sonntag im Treibhaus das Glück hatte, Thomas Hürlimanns Gedankenspaziergang zu eben diesem Regenschirm zu folgen, wurde auf die Spur grosser Themen gebracht. Gut und böse, Leben und Tod, Himmel und Erde und alles eins, vielleicht, vielleicht doch nicht, vielleicht bloss manchmal. Und zwischendrin verriet uns Thomas Hürlimann, wie er auf Spaziergängen mit seinem Kater Mufti selbst nietzeanisch mit den Nüstern nach Innen zu denken lehrte. Das tönt jetzt irgendwie hochkomplex und sehr kompliziert? War es nicht! An der Hand Thomas Hürlimanns erwies sich dieser Spaziergang als bildreiche, nachfühlbare Annäherung an Nietzsches Denken und seine Wirkung auf ein Leben. Hürlimanns eigenes nämlich.

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Tipp: Nachlesen und den Spaziergang wiederholen! Mit der Zeitschrift Akzente, Heft 1 vom Februar 2012, ist das möglich.

SO 24 Alles fliesst

Rhenus ist als Flussgott die Personifikation des Rheins. Dem Namen entsprechend liess das Blechquartett Rhenus an seiner Matinée im Treibhaus die Meldodien fliessen. Die Musikerin Helena Hautle an der Trompete und die drei Musiker Nicolas Gschwind (Trompete), Sandro Pfister (Jagdhorn) und Fredi Sonderegger (Posaune) verstehen ihr Handwerk und begeisterten das Publikum mit einem abwechslungsreichen Reigen an Melodien. Darunter waren ein opulenter, musikalische Mehrgänger wie auch ein Turmbläserstück. Launig durch die knappe Stunde führte Sandro Pfister, führte die Werke der Komponisten Pierre Passerau, Bruce Fraser und Jan Koetsier ein und nahm sich die notwendige Zeit, das Kondenswasser aus dem Röhrensystem seines Jagdhorns zu leeren. Alles fliesst… (Reto P.)

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SA 23 Die Welt zu Gast

Der kleine Bücherfrühling blüht in Appenzell, ganz speziell im Treibhaus. Dort war am Samstagabend ein entspannter, bestens gelaunter und spritzig argumentierender Andrej Kurkow zu Gast. Ja kurzweilig war es, ihm zuzuhören. Wo er herkommt, gibt es eben bodenlose Truhen voll Geschichten, Ereignissen und Dramen, die dieser versierte ukrainische Autor zu erzählen weiss wie kein anderer. Ja zu unterhalten weiss er, ob er nun aus seinen aktuellen Büchern „Ukrainisches Tagebuch“ oder „Jimi Hendrix live in Lemberg“ liest oder auf dem E-Piano improvisierte oder mit dem SRF-Redaktor Michael Luisier diskutierte. Ja das, was Kurkow zu erzählen weiss, ist alt und neu und immer wieder berührend: die Geschichte seines Volkes auf der schmerzhaften Suche nach der eigenen Geschichte. Kurkow berichtet in persönlichen, ironischen und klaren Worten aus dem Alltag in einem Nichtskriegs- und Nichtfriedensland.
Ja und dann ist da seine ansteckende Neugier auf die Menschen und das Leben – sei es in der nächsten Umgebung im Treibhaus, wenn er auf Fragen und Anregungen eingeht. Sei es vertiefter in seinem neuen Roman „Jimi Hendrix live in Lemberg“, wo er den Menschen dieser geschichtsträchtigen Stadt am Saum von Kulturen, Sprachen und Ereignissen nachspürt. Mit diesem Buch ist Kurkow ein weiterer unterhaltsamer Roman über ganz normale, skurrile Menschen gelungen. Ja der Leseabend war ein grosses Vergnügen, der das Publikum zum Nachdenken und Lachen, zum Nachfragen und Diskutieren brachte. Der weitgereiste Erzähler Kurkow machte Halt in Appenzell und brachte mit seiner Geschichtenwelt gleich die Welt der Geschichte mit. (Brigitta S.)

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SA 23 Fünf Orte, fünf Lesungen

An fünf verstohlenen Orten in Appenzell, an versteckten, extra für den kleinen Frühling zugänglich gemachten Räumen, lasen fünf Autorinnen zusammen mit ihren selbst mitgebrachten Lese- und Gesangpartner.

Martin Zingg liest Jens Steiner liest Jens Steiner
Der junge Mann mit unauffälliger Vergangenheit wird von Jens Schneider elegant sprachgewandt durch die Untiefen des Alltags gehetzt. Vorgelesen vom Publizisten und Literaturvermittler Martin Zingg. Ort der Lesung ist die gute Stube von Albert Streule an der Hauptgasse – einer von manchen Orten, die Texte in ein spezielles Umfeld stellen.
Dann liest Jens Steiner selber. Greift sich Miniaturen, die vielleicht einmal mehr werden. Wie beispielsweise die Geshichte von Cristiano Ronaldo, dem Fussballer, der sich laufend verdoppelt. Die Folgen sind verheerend – für seinen Verein Real Madrid wie auch für seine Heimatinsel Madeira. Auch andere Figuren dieser Miniaturen sind starken Kräften ausgeliefert. Für die Zuhörerinnen und Zuhörer hingegen war der Aufenthalt in der sicheren Stube mächtig unterhaltend und sehr abwechslungsreich. (Reto P.)

Im Tanzsaal der Gefühle
Susanna Schwager liest aus „Freudenfrau“. Unspektakulär aber eindringlich, packend in schlichten Worten, die ins Herz treffen, betroffen machen und wieder ein tapferes Lachen provozieren. Dann Nadja Zela. Sie singt, spielt Gitarre. Blues zum Beispiel. Einen Song darüber, auf der falschen Seite der Stadt geboren worden zu sein. Immer wieder scheint es, als ob das dicht gedrängte Publikum im Tanzsaal die Luft anhält, die brüllende Hitze der beschriebenen Wüste spürt, an der Geschichte der ersten Zürcher Domina mitleidet. Kein Platz für einen leichtfüssigen Walzer, heute in diesem Saal. (Reto P.)

Über Familie, das Schreiben und das Hängenbleiben
Ruth Schweikert liest im Eingangsbereich eines altehrwürdigen Hauses an der Engelgasse aus ihrem just diese Woche frisch ausgelieferten Buch „Wie wir älter werden“ und zieht uns so richtig rein, in die Atmosphäre des Unausgesprochenen, dunkel Mitschwingenden und Hängengebliebenen. Auch Ulrike Ulrich beschäftigt sich mit Hängengebliebenem: In ihrem Brief an die geldgebende Förderkommission beschreibt sie en detail, weshalb es nicht weiter geht. Die Baustelle stört zum Beispiel und auch der neue Mitbewohner, der meint, die Möbel nach Schwingungen ausrichten zu müssen. Was tun? Weiterstolpern, meinen sie. (Melina C.)

Weg, umher und zurück
Was ist nun wahr, die Wirklichkeit oder der Text? Weder noch und beide. Sagt Dorothee Elmiger. Und erzählt uns im legendären Restaurant Einträchtli, wie ein von ihr beobachteter Fahrradunfall in Basel in Ort, Uhrzeit und Personal genau einem Text entspricht, den sie zwei Jahre zuvor verfasst hat. Auch in „Schlafgänger“ tauchen ihre umherwandernden, sich selbst erzählenden Figuren im Geschriebenen und in der sogenannten Wirklichkeit nacheinander, miteinander und irgendwie ineinander auf. Unheimlich. Und unheimlich gut gemacht.
Stephanie Gleissners Hauptfigur Annemut in „Einen solchen Himmel im Kopf“ kehrt zurück ins Dorf und will allen zeigen, dass sie etwas geworden ist, etwas Eigenes nämlich. Dass sie jetzt so Grüezi sagt, wie sie will. Doch weder zurück, noch weit weg verschwindet das Dorf aus Annemut. Wohin gehen und wo bleiben? (Melina C.)

Ein Ehepaar im Engadin
Angelika Overath hat ihren eigenen Ehemann, Manfred Koch, als Lesepartner eingebunden. In „Sie dreht sich um“ erzählt sie von einer betrogenen Frau, die, unterwegs, flüchtend, von Figuren aus Bildern angesprochen und aufgerüttelt wird. Manfred Koch spürt in seinem Essayband „Faulheit: Eine schwierige Disziplin“ der Möglichkeit der Musse in der Moderne nach. Der unterschiedliche Umgang mit Sprache zeigt sich bei diesen Paar nicht nur in ihren Büchern, sondern auch über die Aneignung des Rätoromanischen. Schreibt Angelika Overath Gedichte, da ihr das holpernde Sprechen eines Sprachanfängers nicht behagt, trainiert Manfred Koch Wort um Wort aufbauend die Dorffussballmannschaft. Und die Zuhörerinnen und Zuhörer in der Stube von Agathe Nisple spüren gegen Ende der Lesung, dass sich beide Wege der Sprachaneignung als ein zaubermächtiges Mittel erweisen, in der neuen Heimat Sent im Engadin anzukommen. (Melina C.)

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FR 22 E Trocke voll Musig

Über eine CD-Taufe schreibt man keine Kritik. Ausser vielleicht eine sehr positive, überschwängliche, die jeglichen kritischen Unterton auf der Seite liegen lässt. Also. Karin Enzler taufte ihre Platte, ihre CD, ihren wunderbar runden Tonträger am Freitagabend im Treibhaus. Begleitet wurde sie vom Appenzeller Echo, ihrem Produzenten Knut Jensen und einer weiteren Musikerin am Kontrabass. Ihre „Trocke voll Musig“ erfüllte alle (hohen) Erwartungen, ihr Auftritt war so herzlich, natürlich und in mehrfacher Hinsicht befruchtet. Nicht, dass das Treibhaus kochte – war schliesslich kein Rockkozert oder so – aber die Freude von Karin Enzler ob dem schon noch grossen Ereignis war ansteckend. Good vibrations halt, die beim gemütlichen Danach weiterklangen. Was gibt es noch zu sagen? Die Plattentaufe und der Täufling lassen sich in zwei Worten auf einen Punkt bringen: Uhuere schö!

(Reto P.)

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FR 22 Wie Bilder in Bücher kommen

Claudia de Weck, die bekannte Schweizer Illustratorin und Autorin, erzählte begeisterten Kindern, wie Bilder in Bücher kommen. Es wurde gebellt wie Hund Lilli und manch gefährliches Abenteuer mit dem Krokodil Jakob bestanden. Und am Schluss verriet Claudia de Weck Zeichentricks, die dann auch gleich ausprobiert wurden. Damit die Geschichte weitergehen kann.

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DO 21 Manon

Zur Vernissage der Installation „Die gesammelten Ängste“ von Manon kamen Land und Leut und liessen sich in der Station Agathe Nisple beschallen und begrünen. Später in der Stube mit Wein und Gebäck wagte der Künstler und Verleger Josef Felix Müller die Person Manon, ihre Ausdrucksweise und die Faszination der gesammelten Ängste in Worte zu fassen. Ein wunderbarer, vibrierender Auftakt für unseren kleinen Frühling!

Die Station Agathe Nisple ist während des kleinen Frühlings und später nach Anmeldung offen. Kontakt

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Morgen geht’s los!

Wir freuen uns riesig, denn morgen geht er los, unser kleiner Frühling! Die Bücher sind da, das Treibhaus verwandelt sich in Bühne und Bar und die Wettergöttin hat ein Einsehen. Tickets gibt’s im Bücherladen und an der jeweiligen Tages- und Abendkasse.

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Eine kleine Frühling Installation von Vera Marke

Genau eingepasst in den Keller des Bücherladens steckt die „kleine Frühlings“-Installation von Vera Marke. Ein Bild, ein Buchcover, eine Stütze? Und was tut sich da drin und drumherum? Seht selbst! Vom 23. Mai ab 10 Uhr bis 25. Mai von 14 – 15 Uhr, während der Öffnungszeiten des Bücherladens.

Was die Künstlerin Vera Marke anderswo Neues und Ungeheurliches entdeckt, können wir hier nachklicken.

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Wer kleinen Frühling sät

Charmante Jungs und verschmitzte Mädels bringen den kleinen Frühling unter die Leute. Ein grosses Danke für euren Einsatz!

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Bald, bald

Das Programm steht, die Bücher sind eingetroffen, Tickets sind ab jetzt im Bücherladen erhältlich – der kleine Frühling naht!

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Im Treibhaus zieht der kleine Frühling ein

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen und dann: Vergnügt Weiterarbeiten.

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Es riecht nach kleinem Frühling

Der Geruch von frisch Gedrucktem behagt uns Buchhändlerinnen sehr. Noch schöner finden wir es, wenn eine Eigenproduktion ins Haus flattert. Deshalb grosse Freude diese Woche! Das Programm zu unserem Buch Kunst Fest ist geliefert worden. Meldet euch, wenn ihr auch wollt – zum Lesen und daran Schnuppern, allenfalls.IMG_0032

Ein kleiner Frühling für Appenzell

Wir machen unseren Frühling selber! Und dazu laden wir Autoren und Kunstschaffende nach Appenzell ein. Am Pfingstwochenende vom 21. bis 24. Mai lassen wir an unserem Buchkunstfest ausstellen, lesen, erzählen, musizieren, … – und freuen uns auf erfrischende kreative Köpfe, anregende Gespräche und das eine oder andere Glas Wein. mehr

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