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Bald – Sofalesung in Appenzell

Sonntag 16. Februar um 17 Uhr
Jakob Signerstrasse 5 in 9050 Appenzell
auf Agathe Nisples Sofa

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Bei den Sofalesungen kommen schweizweit lesende und schreibende Menschen zusammen, hören zu, fragen nach und plaudern mit. Die Lesungen finden da statt, wo man sich wohlfühlt: bei wunderbaren Gastgebern in gelassener Atmosphäre.

Die sonntägliche Sofalesung findet im Dorf Appenzell statt, an der Jakob Signerstrasse 5 bei Agathe Nisple. Ihr Sofa, oder präziser, ihr grande table, ist nicht nur Sitzplatz, nein, es ist ein Salon. Ein Ort also, an dem unterschiedliche Menschen sich treffen, geniessen, diskutieren und immer wieder Neues entdecken. Agathe Nisple zeigt, wie das geht, Salonkultur im 21. Jahrhundert – offline, sinnlich und inspirierend.

Lesen wird Johannes Morgenthaler, aus seinem Roman „Heiligenscheinblass“. Ein gealteter Orientierungsläufer, der seine Karriere beendet. Zwei Frauen, die eine sich entfernend, die andere sich nähernd; ein Kind. Es geht um die Suche nach einem Anfang, um den Lauf durch die Kopfwälder der Erinnerung. Gibt die Welt noch entschlüsselbare Bilder und Zeichen her? Wenn ja: Was bedeuten sie, was ist von Bedeutung?

Johannes Morgenthaler, geboren 1979 in Langnau im Emmental, ist ausgebildeter Lehrer und Absolvent des Literaturinstituts in Biel. „Heiligenscheinblass“ ist sein erstes Buch. Morgenthaler ist verheiratet, Vater von drei Kindern und unterrichtet an einer Sekundarschule in Zürich.

Hier Anmelden! sofalesungen.ch

 

Februargedicht

Vom silbernen Schrecken
wenn sich im Wind
zwei Gräser berühren –
bis zu den dumpf
stürzenden Früchten
torkelnd vor Reife.

Vom leichtfüssigen Nebel
der atmet sich kühl
ins zaghafte Licht –
bis zum nie-satten Schatten
im feuchtwarmen
farnsprossigen Tal.

Von der Ankunft der Sichel
am Abend wenn Geborgenes
glasglöckig strandet –
bis zum Abschied graumorgens
mit pochenden Narben
am Fächer des Herzens.

 

aus „Mein Haus hat keine Wände“ von Franz Dodel, 2019

ankommen, staunen, entdecken

Jetzt sind wir da! Unglaublich und schön – auch die vielen Reaktionen von altbekannten und neuen Gesichtern. Feinschleifen macht auch Spass – wo haben wir schon wieder die Laubsägelibü…

Häufige Frage: „war dieses Gewölbe wirklich schon die ganze Zeit da?“

Häufiger Ausruf: „Oh, dahinten geht es ja noch weiter!“

Schöner Satz : „es ist nicht einfach nur anders – es ist sogar schöner!“

Wir sind so beglückt, ob dem freien Raum zum Luftholen, Ausschreiten, Ausbreiten – und freuen uns auf euren Besuch (tolle neue Kaffeemaschine folgt demnächst!).

 

 

Türe auf!

Wortlampe

Liebe Bücherladenfreunde und Lesevergnügte, liebe Buchliebhaberinnen,

es ist angerichtet! Die Buchstaben sind neu geordnet, die Bücher luftig eingereiht, die Kassenrolle frisch eingefädelt. Kommt herein und stosst mit uns an.
Morgen Samstag 18. Januar, ab 9 bis 16 Uhr, und wahrscheinlich noch länger.

Wir freuen uns auf euch!

Carol Forster, Anna-Lena Fässler, Maria Riss, Vanja Hutter

 

Bücherladen Appenzell, Hauptgasse 10, 9050 Appenzell

 

Gute Bücher für dicke Leser – weiter geht’s

Die dicken Leser sind sich uneins – ist das Buch gut, ist das Buch schlecht? Wir haben bei Tisch: eine „Mittelalter als Schauplatz der Geschichte“-Aversion, Freude an den eingängigen Beschreibungen des mittelalterlichen Alltags des südlichen Frankreichs, Kritik an den schlecht beschriebenen Motivationen der Figuren, Bewunderung für den flüssigen Stil, … Wo wir uns dann aber alle einig waren: Wie fein wir derweil speisen und trinken, hier oben am Hang mit Aussicht auf die Lichter Appenzeller Dörfer!

 

Und nun reingestürzt in Dr. Shiwago von Boris Pasternak – ob da sich die Klingen der dicken Leser wieder kreuzen werden?

Wer es mit uns wagt – wir treffen uns belesen wieder am Freitag 13. März.
Anmeldung und weitere Instruktionen via Bücherladen.

Hier direkt gebundenes Buch bestellen oder das Taschenbuch

 

Januargedicht

Das neue Jahr sieht mich freundlich an und
ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und
seinen Wolken ruhig hinter mit.

 

In: Goethe für jeden Tag, Spruchdose, Coppenrath 2018

Ausgepackt…

… All die guten Geschichten und schönen Wünsche, vom Packpapier enthüllt, umwehen die Köpfe und durchtoben die Herzen.

Jetzt geht’s an’s Einpacken.

Den Schub vom Rutsch ins neue Jahr mitnehmen. Und packen, nämlich: Tisch, Stuhl, Staubsauger und all die grossen, kleinen, dicken, dünnen Bücher. Ums Eck und rein in die Hauptgasse 10.

Wir wünschen euch allen, Freunden, Kundinnen, Besuchern, Lieferantinnen, Gesprächspartner und Bücherladenbetreterinnen  Rückenwind für eure Ideen im 2020! Wir sehen uns an der Hauptgasse im frisch ausgepackten Bücherladen Appenzell.

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Bis und mit 11. Januar 2020 findet ihr uns noch an der Poststrasse 1 – ab 18. Januar 2020 heissen wir euch an der Hauptgasse 10 herzlich willkommen.

Dezembergedicht

Der halbfertige Himmel

Die Mutlosigkeit unterbricht ihren Lauf.
Die Angst unterbricht ihren Lauf.
Der Geier unterbricht seinen Flug.

Das eifrige Licht fliesst hervor,
sogar die Gespenster nehmen einen Schluck.

Und unsre Malereien kommen zutage,
die roten Tiere unsrer Eiszeitateliers.

Alles beginnt sich umzublicken.
Wir gehen in der Sonne zu Hunderten.

Jeder Mensch eine halboffne Tür
die in ein Zimmer für alle führt.

Der unendliche Boden unter uns.
Das Wasser leuchtet zwischen den Bäumen.
Der Binnensee ist ein Fenster zur Erde.

 

In: Tomas Tranströmer, Sämtliche Gedichte, Edition Hanser Akzente 1997

WE MADE IT – Von ganzem Herzen ein ozeangrosses Dankeschön!

Unser Traum wird Wirklichkeit – dank euch, dank eurem Vertrauen in uns und unsere Arbeit! Wir sind überglücklich und überwältigt, von so vielen Freundinnen und Freunden, Verwandten, Zugewandten, Bücherliebhaberinnen und Bücherladenfreunden unterstützt zu werden auf dem Weg in unser neues Abenteuer. Wir freuen uns riesig, euch alle nächstes Jahr in den neuen Räumlichkeiten zu treffen. Kommt vorbei auf einen Schwatz, einen Kaffee, ein Glas Prosecco und lasst euch von unseren Bücherschätzen verführen. Lesen wir weiter, denn Lesen verbindet, schafft neue Denkräume und öffnet Herzen und Welten! Wir stossen mit euch an!

Carol Forster, Anna-Lena Fässler, Vanja Hutter, Maria Riss, Noemi Lieberherr

Alte Zöpfe abschneiden

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Im Bücherladen liegt ein Flyer auf, der auffällt. Ein Haarzopf schlängelt sich über das Papier, „Alte Zöpfe abschneiden“ steht da geschrieben. Und sogleich taucht das berührende Buch „Der Zopf“ von Laetitia Colombani in meiner Erinnerung auf.

Smita, Giulia und Sarah haben eigentlich nichts gemeinsam: Sie leben in unterschiedlichen Welten, geografisch und auch was ihren Alltag betrifft. Wie drei Stränge eines Zopfes führt Laetitia Colombani diese drei Leben, in denen Haare auf unterschiedliche Weise eine Rolle spielen, zusammen. Und zeigt so, dass Unterstützung über verschiedenste Grenzen hinweg Leben ändern kann. Der Autorin ist eine wunderbare Geschichte darüber gelungen, wie schön es sein kann, wenn die Verbundenheit aller durch die Globalisierung fühlbar wird.

Und was hat es nun mit dem Flyer auf sich?
Die Naturcoiffeuse Edith Ulmann schneidet alte Zöpfe ab um Frauen und Kindern, die aufgrund von Krankheit ihre Haare verloren haben, eine Freude zu machen. Mit dem Verlust des Kopfschmuckes geht oft auch ein Stück Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Identität verloren – das möchte Edith zusammen mit den Haar-Spenderinnen zurückschenken. Die Zöpfe werden zu haarcreation in Basel geschickt, wo sie zu schönen Haarteilen verarbeitet werden. Was es dazu braucht: ein bisschen Mut, frisch gewaschene Haare und eine Haarlänge von mindestens 20cm. Der Haarschnitt rundherum ist kostenlos.
Also hin und weg mit dem alten Zopf! Und vielleicht die ein oder andere goldene Kuh schlachten, die es sich in unserem Kopf bequem gemacht hat. Fürs neue Jahr die Chance zu haben, unbequem zwackende und störende Glaubenssätze zu entsorgen, kann befreiend sein. Das hilft sehen und sich freuen an dem, was ist. Und lässt uns so ein Teil der Fülle des Lebens sein.

 

Melina Cajochen

 

Wann und wo: Donnerstag 28. November 2019 von 18.30 bis 21.00 Uhr an der Jakob Signerstrasse 5 in Appenzell

Wie: ohne Anmeldung hin!

Bei Fragen: ei-genart@bluewin.ch

Ich liebe Bücher und Bücherregale über alles

Letzthin war ich bei meiner Tochter zu Gast. Immer, wenn ich bei jemandem eingeladen bin, interessiert mich das Büchergestell ganz besonders. Dies nicht im Sinne von «Sag mir, was du liest und ich sag dir, wer du bist». Ich mach mich eher auf die Suche nach Lektüren, die ich kenne und solche, die ich gerne mal lesen würde. Im Bücherregal meiner Tochter herrscht ein heilloses Durcheinander, die Bücher stehen kreuz und quer und die Tablare sind alle randvoll. Ich habe sie dann gefragt, ob sie die alle gelesen habe. «Nein, um Himmels Willen», meinte sie, «dann wären diese Regale ja schrecklich langweilig». Zugegeben, das hat etwas.

Das Regal meiner zweiten Tochter, einer gelernten Buchhändlerin, sieht wunderbar aus. Vor allem wohl deshalb, weil sie all ihre Bücher nach Farben geordnet hat. Sie findet einzelne Bücher problemlos, ich dagegen wäre hoffnungslos überfordert, wenn ich da einen Titel finden müsste.

Bei mir selber sehen die Regale nochmals anders aus, meine Bücher sind geordnet, nach dem Alphabet der Autorinnen und Autoren, wie es sich gehört. Wenn ich allerdings mein Regal mit andern geordneten Büchergestellen vergleiche, fällt doch etwas auf: Mein Büchergestell sieht sehr viel bunter aus. Dies wohl deshalb, weil in meinem Regal auch die Bücherschaffenden von Kinderbüchern ihren Platz im Alphabet bekommen haben. Und so kommt es, dass neben einem dicken Wälzer von Paul Nizon, die Bücher von Christine Nöstlinger stehen oder neben all den weissen Büchern von Siegfried Lenz, Pippi Langstrumpf und Ronja Räubertochter ihren Platz gefunden haben. Weil für mich Kinderliteratur keine kleine Literatur für Kleine ist, weil sich literarisches Schreiben an keine Altersgrenzen hält und es aus meiner Sicht einmalig schöne und wunderschöne Texte für Kinder gibt.

Ich liebe Bücher und Bücherregale über alles. Ich freu mich im neuen Laden aufs Einräumen, aufs Sortieren und Gestalten. Und ich freu mich ganz besonders darauf, dass die vielen Titel, die im Bücherladen so dicht gedrängt aneinander standen, nun endlich genug Platz und Luft bekommen.

Und keine Angst, wir werden ordentlich einräumen, fein säuberlich nach Autorinnen und Autoren geordnet oder bei Sachbüchern nach Themen, wir werden eine grossräumige Kinder- und Jugendbuchabteilung gestalten, um all die vielen Bücher und Kostbarkeiten viel besser präsentieren zu können. Sie werden auch im neuen Laden «Ihr» Buch finden und sollte ein Titel fehlen, besorgen wir Ihnen das gewünschte Buch wie eh und je in kürzester Zeit.

Freuen Sie sich mit uns auf all die wunderschönen neuen Regale, die wir dank der vielen Zuwendungen auf der Plattform wemakeit bestellen konnten. Freuen Sie sich mit uns auf die wohlgeordneten Bücher und auf das spezielle, gemütliche Ambiente an der Hauptgasse 10.

 

Maria Riss

Sanfter Advent in Appenzell

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Bücherladen

 

Carol Forster – Anna-Lena Fässler – Maria Riss – Noemi Lieberherr – Vanja Hutter

Alles neu…

macht der… machen wir!

Wir bauen um, ziehen um, in ein neues grösseres Ladenlokal. Soweit so bekannt.

Aber nicht nur äusserlich bekommt der Bücherladen einen neuen Touch. Auch innerlich: wir tauschen unser praktisches, altbewährtes, internes Bestell- und Bibliografie Programm aus. Ein modernes, komplett anderes System wird uns ab Anfang nächsten Jahres (hoffentlich) bereichern.

Die Neuerungen in den folgenden Monaten kommen Schlag auf Schlag. Auch eine neue Kasse wird uns dann herausfordern.

Wir freuen uns auf all die Veränderungen, doch das neue System wird uns (und unsere Kund*innen) in der ersten Zeit wohl einiges an Geduld und Nerven kosten. Aber: wemakeit!

Sie dürfen ab Mitte Januar nicht nur unseren neuen Laden besuchen, sondern jetzt schon mithelfen, dass der neue Laden gemütlich und im besten Licht erstrahlt, denn unser Crowdfunding Projekt schreitet in die Zielgerade ein und es sind noch weitere tolle Belohnungen dazugekommen:

Ein grossartiges Bild von der Künstlerin Sabine Fässler-Luger wartet auf ein Zuhause. Acht weitere Male „einschliessen und geniessen“ laden zum Schmökern ein und 11 signierte Bücher freuen sich gelesen zu werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bedanken uns jetzt schon herzlich für die über 40 000 Fr. die wir mit Ihrer goldigen Unterstützung für den Ladenumbau finanzieren konnten.

 

Noemi Lieberherr

 

V102

Wie wir ja längst wissen, manche Dinge kommen dann eben halt doch anders.

Das sportliche Vorhaben, die 700seitigen Abenteuer des Dr. Shiwago nicht in 700, sondern 40 Tagen zu lesen, deutet auf eine zuversichtliche Lesetruppe.
Bereits aus den Startlöchern vorpreschend, auf zu einer rasanten Bestellung, damit möglichst rasch losgelesen wird – muss man schon wieder alles neu denken.
Denn: V102. Aus buchhändlerischer Fachsprache übersetzt heisst das: Titel fehlt vorübergehend. Vorübergehendes ist oftmals schwer zu fassen, und auch hier kann es bedeuten, morgen oder in zwei Wochen kann es kommen, gehen. Letzteres ist die Lieferzeit für den Dr. Shiwago. Für die disziplinierten LeserInnen unter uns vielleicht kein Thema. Doch wollen wir auch die ausgedehnten und kurzangebundenen Belesenen in unserer Lesegruppe. So kurzerhand der Umschwenk auf: „Die Frau die liebte“ von Janet Lewis. Charmante 144 Seiten. Der Doktor wird ins neue Jahr vertagt.

Weiterhin am Samstag 21. Dezember bei Pia um 19 Uhr, Anmeldung via mail@buecherladen-appenzell.ch

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in Vorfreude, Vanja Hutter

 

Beim Muschelessen über Muschelessen sprechen – Gute Bücher für dicke Leser

Schuberts Winterlieder.
Muschelnudeln mit Speck, Pilzen und Crème double
Zwei Salate
Wein, Bier, Wasser, Tee und Kaffee
Und Süsses dazu

Worte marschieren über den Tisch, mäandern auch mal
Der Anfang ist blass, die Mitte grandios, der Schluss ok
Wie Muscheln sterben (und Hummer bei Foster Wallace)
Wie Väter waren und sind
Was Mütter tun sollten. Und vielleicht nicht können
Was tatsächlich notwendig ist und hinreichend zumal

So oder so:
Der Tyrann muss weg
Punk.

Melina Cajochen

 

BUCH VIER

Das Buch für die nächste Runde „Gute Bücher für dicke Leser“ ist gewählt: Dr. Shiwago von Boris Pasternak. Sprechen wir darüber! Am 21. Dezember um 19 Uhr bei Pia. Gerne anmelden über mail@buecherladen-appenzell.ch.

Gleich bestellen und loslesen mit Ausgabe „schön-alt“ oder „elegant-neu“