Archiv des Autors: buecherladenappenzell

Der Himmel vor Hundert Jahren

Neue, junge Autor:innen zu entdecken, bei denen man nach der Lektüre Lust hat, das gesamte Werk zu lesen, ist eine der Freuden am Buchhändlerinnendasein. Zuletzt ist mir dies bei Yulia Marfutova geschehen, geboren 1988 in Moskau, Germanistik- und Geschichtsstudium in Berlin und Münster.

Bei ihrem Roman sticht als Allererstes die eigenwillige Erzählart hervor, ein kollektives Erzählen, das die Mehrstimmigkeit des kleinen Dorfes, in dem der Roman spielt, wiedergibt. Die Erzählstimmen sprudeln und fliessen durch das Buch, gleichsam dem Fluss ohne Namen, der eine stille Hauptfigur des Romanes ist: «Hier in der Gegend hat schliesslich alles mit dem Fluss zu tun; alles hat mit allem zu tun und jeder mit jedem.» Diese Gegend ist eine abgelegene Russische Provinz, fast vergessen von der Zeit und der Geschichte. Aberglaube und Heiligenbilder bestimmen die Geschicke des Dorfes, Sprichwörter und Märchen sorgen für Orientierung. Der in sich gut funktionierende Kosmos wird jäh aufgebrochen, als Fremde über den Fluss kommen und Ideen mitbringen. «Realitäten», die es in dem Dorf bis anhin nicht gegeben hat oder die zumindest nicht zur Sprache gebracht wurden, eine Moderne, die sich nicht aufhalten lässt und nur von der jüngsten Generation im Dorf ersehnt wird. Ilja, Pjotr, Wadik, Anna – es ist nur eine Handvoll Figuren, die das Geschehen bestimmen und deren ganz unterschiedliche Narrative wir kennenlernen. Sie alle müssen sich mit den historischen Veränderungen auseinandersetzen, die auch vor der abgelegensten Haustür keinen Halt machen.

Anna-Lena Fässler

Loslesen! Yulia Marfutova: „Der Himmel vor Hundert Jahren“ Rowohlt Verlag 2021.

Treibhaus, alles andere als heisse Luft!

Der Kleine Frühling liegt hinter uns und blüht weiter. Für den fulminanten Auftakt unseres Festival hätte planmässig Dorothee Elmiger und Marion Regenscheit die Bühne gehört. Leider waren im April Veranstaltungen noch nicht möglich und schweren Herzens mussten wir die Lesung absagen. Dass wir die zwei in unseren geballten Grossefrauenprogrammblumenstrauss für Pfingsten packen, war sofort klar, die Frage war nur noch wie…

Dorothee Elmiger und die Literaturvermittlerin Marion Regenscheit haben sich trotzdem getroffen, extra für uns und über Dorothees neues Buch „Aus der Zuckerfabrik“ geredet, gefragt, gelesen, geschnitten und eine exklusive Tonaufnahme geschaffen. Am kleinen Frühling konnte ihnen zugehört werden, bequem im Sessel und in Treibhauswärme.

Falls ihr das verpasst haben solltet, gibt es die Gelegenheit, das Gespräch bis Ende Juni HIER nachzuhören – es lohnt sich!

Das Buch dazu (und auch alle anderen Bücher von Dorothee Elmiger) haben wir griffbereit im Bücherladen.

Marion Regenscheit ist Mitbegründerin und -wirkende des Literaturpodcast’s eins.sieben.drei – auch unbedingt reinhören: ein aufregendes neues Format für aller Gattung Literatur und wie wir darüber denken und reden können.

www.kleiner-fruehling.ch

Lesung und Ausstellung „Die illegale Pfarrerin“ in Teufen

Eines der Bücher, welches viel zu reden gab, einem von verschiedensten Seiten immer wieder ans Herz gelegt wurde und wir darum fest in unser Sortiment aufgenommen haben heisst „Die illegale Pfarrerin“, geschrieben von Christina Caprez.

Darin erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Grossmutter, der ersten vollamtlichen Gemeindepfarrerin der Schweiz. Dabei verknüpft sie gekonnt Briefe, Tagebücher und Archivdokumente mit den Stimmen von Menschen, die die Pfarrerin kannten: ihre Kinder, Dorfbewohner, Weggefährtinnen. So entsteht ein komplexes Bild einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war, die ihre Zeitgenossen mit ihrem festen Willen und ihrer direkten, bestimmenden Art aber auch immer wieder herausforderte.

Christina Caprez ist mit ihrem Stoffe noch einen Schritt weitergegangen. Die Grubenmannkirche in Teufen lädt euch vom 6. Juni bis am 2. Juli in eine Ausstellung dazu ein.

Die Hörinstallation bringt die Geschichte der Pfarrerin zurück an den Ort des Geschehens: in die Kirche. Sie holt die Pionierin ins Hier und Jetzt und spricht beim Publikum eigene Lebensträume, Zweifel und Visionen an. Die Installation besteht aus sechs in der Kirche verteilten Guckkästen mit Fotos und Alltagsobjekten aus dem Leben der Pfarrerin, etwa einem Liebesbrief, einer Bibel, der «Lismete» ihrer Söhne oder einer Petrollampe. An jeder Station kann man eine Geschichte aus dem jeweiligen Lebensabschnitt hören. Die Enkelin führt durch die Geschichte und erzählt das Leben der Grossmutter in sechs Akten à 6-7 Minuten (Gesamtlänge rund 40 Minuten).

Am Mittwoch 9. Juni 19 Uhr liest Christina Caprez aus ihrem Buch. Wir freuen uns euch dort zu sehen, wir sind mit dem Büchertisch dabei!

Genaueres findet ihr hier: Lesung und Ausstellungsprojekt und Buch

Verlegerinnen & Künstlerinnen

Der Kleine Frühling blüht noch weiter.. wunderbare Erinnerungen, Sätze, Begegnungen hallen nach und lassen uns beglückt auf unser Pfingstfest zurückblicken. Bis am Sonntag 6. Juni laden Gässchen, Weier, Schaufenster, Brunnen, Keller zum Entdecken ein. 15 + 1 Künstlerinnen haben Ihre Werke im Dorf platziert.

Erkunden Sie auf eigene Faust, lassen Sie sich treiben oder von Agahte Nisple durch die Gassen führen. Kunstführer liegen an den Kunststationen und im Bücherladen auf. Führung entweder am Samstag 15 Uhr (Treffpunkt Bücherladen) oder auf Anfrage (tel. 079 601 15 67 Agathe Nisple, Gruppenführungen bis 15 Personen für 100 chf)

Im Bücherladen finden Sie die Spuren unserer drei Liebglingsverlegerinnen, ihr Verlagsprogramm in unserem Büchervorhang präsentiert. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

zum Dörlemann Verlag

Zum Rotpunktverlag

zum Ink Press Verlag

kleiner Frühling – es ist so schön!

Es ist immer noch kleiner Frühling, hurra! 15 + 1 Künstlerinnen erobern den Dorfkern, doch nicht auf touristisch attraktive Orte haben sie es abgesehen. Sie gehen weiter, in Hinterhöfe und Treppenaufgänge, in Garagen und auf Balkone. Allein mit dem Kunstführer in der Hand oder mit Agathe Nisple machen wir uns auf die Runde. Durchs Dorf schlendernd schweben, fallen, purzeln uns Dinge an – stehen bleiben!

«15+1 KÜNSTLERINNEN»

Besuchen Sie die Kunstorte bis 6.6.21


Öffnungszeiten der Kunstorte in Innenräumen täglich 11 – 17 Uhr


ÖFFENTLICHE KUNSTFÜHRUNGEN
Samstag, 29. Mai 15 Uhr
Sonntag, 30. Mai 11 Uhr
Samstag, 5. Juni 15 Uhr

Besammlungsort Bücherladen Appenzell


KUNST-SONDERFÜHRUNGEN
Anmeldung Agathe Nisple,
Tel. 079 601 15 67, oder mail@kulturstation-appenzell.ch

kleiner Frühling – es war so so schön!

10 FRAUEN TEILEN LESEFREUDE

So viel Kraft kann aus Büchern fallen! Und treffen sie auf fruchtbaren Boden, treiben sie Blüten, die ein ganzes Leben begleiten können. Zehn Frauen aus Appenzell, Aussen und Innen, teilten mit uns Bücher, die Mut machten, kitzelten, begeisterten, Bilder bauten, empörten, … . Und Nicola Steiner führte uns gekonnt und mit Begeisterung an die Vorleserinnen und deren ausgewählten Autorinnen heran.

Frauen schreiben nicht anders, zitierte Nicola Steiner, Frauen lesen anders. Nämlich enorm vielfältig, nah am Leben und engagiert. Was es für Frauen heissen kann, Türkin zu sein, was vom Ende her besehen ein gutes Leben sein könnte, die Anrufung des Bären, das Unglück im erreichten Ziel, das Entsetzen des zweiten Weltkrieges, weshalb wir Raum einnehmen sollen beim Reden, eine Ode an die Sinnlichkeit und wilde Liebe, die über Generationen geliebte Astrid Lindgren, ein junges Leben im Ausprobieren – es lebt, das Buch, durch solche Leserinnen.

Ein Glück, dass es länger dauerte, als eigentlich geplant. Ein Glück, diese geteilte Lesefreude!

HILDEGARD KELLER, ZORA DEL BUONO, ANNA STERN, SAMIRA EL-MAAWI, MERAL KUREYSHI, DRAGICA RAJCIC HOLZNER

Was passiert, wenn zwei verschiedene Stoffe gemixt werden? Oft weiss man das vorher nicht. Und das kann sehr reizvoll sein. So planten wir unsere Rapid-Lesungen (die Rapide sind leider virusbedingt in der Garage geblieben) mit viel Gefühl und wenig Ahnung, wie das Resultat aussehen wird: Wir paarten sechs Frauen für drei Lesungen auf der Bühne im Kunstmuseum Ziegelhütte.

IRIS WOLFF LIEST

Es riecht nach feuchter kühler Erde, Holunderblütenwinde tanzen um die Nase. Iris Wolff verzaubert mit Buch und Wesen. Wer nach dieser Lesung nicht „Die Unschärfe der Welt“ verschlingen will, immer wieder reinstürzen will, der hat kein Herz. Es ist so: Wir sind total begeistert vom Buch – und auch ein wenig verliebt in die Autorin!

LICHT FÜR HERZ UND KOPF

Sonnengeküsste Frühlingstage lassen auf sich warten. Nichtsdestotrotz konnten sich die Gäste des kleinen Frühlings, dem alle zwei Jahre stattfindenden Buch-Kunst-Fest des Bücherladen Appenzells und von Agathe Nisple, mit Musik und ausgefeilten Gedanken zu gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüchen Herz und Kopf erhellen lassen. Am Sonntag spielten für den kleinen Frühling in der Kunsthalle Ziegelhütte Madlaina Küng and Friends, danach sprach die Moderatorin der Fernsehsendung „Sternstunde Philosophie“, Barbara Bleisch, mit der Philosophin Eva von Redecker darüber, wie Revolution heute aussehen könnte.

Die vielseitige Bassistin Madlaina Küng nahm die Gäste des kleinen Frühlings mit auf einen Spaziergang durch ihre eigene musikalische Geschichte, die ihren Anfang in der Formation „Geschwister Küng“ nahm. Begleitet wurden sie und die Zuhörer:innen von zwei ihrer Freunde, Catarina Marquez an der Bratsche und Antoine Bellier am Flügel. Der Spaziergang fing gemächlich an, zu Tönen klassischer Musik aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, unter anderem von Carl Ditters von Dittersdorf. Die tiefen Stimmen der Bratsche und des Bass bliesen sanft die letzten Wolken davon, die letzten Regentropfen hasteten von Klaviertönen begleitet weg. Mit Jazzstücken wie „Autumn Leaves“ beschleunigten sich die Schritte, der Rhythmus. Am Schluss, die Rückkehr zur Volksmusik, die Einkehr, dem Besuch in einer Wirtschaft ähnlich, eine Eigenkomposition von Madlaina Küng mit Rugguseli-anmutenden Teilen. Ein genussvoller musikalischer Sonntagsspaziergang, der beweist, wie wichtig es ist, Musik live zu hören, damit Töne wieder wie Sonnenstrahlen über die Haut streichen können.

Dann, als ob die Zuhörer:innen von Musik an den Stammtisch oder in den Salon begleitet worden wären, begann ein Gespräch über die Möglichkeit von einem guten Leben. Eva von Redecker, die Autorin von „Revolution für das Leben“, stellte sich Barbara Bleischs präzisen Fragen. Ein Gespräch mit Tiefe und Weite, überlegten Analysen und hoffnungsvollen Ausblicken, ein Gespräch, das aufzeigte, welch Licht sorgfältig über Gesellschaft nachdenkende Menschen in Köpfe bringen können. Wo könnte die Gemeinsamkeit der Klimastreiks, der Proteste NiUnaMenos und Black Lives Matter liegen?, fragte Barbara Bleisch zu Beginn. Darin, dass sie Revolutionen fürs Leben und nicht für irgendwelche individuellen Rechte sind. Eva von Redecker führte aus, dass wer sich auf diese Weise fürs Leben einsetzt, sich eigentlich gegen die Sachherrschaft von Lebendigem engagiert. Gegen das Recht also, mit seinem Eigentum alles machen zu können, was man will, bis hin zur Zerstörung. Was wir hier bei Tierrechten als selbstverständlich empfinden, soll zum Beispiel ausgeweitet werden auf das Recht auf Gesundheit, auf sauberes Wasser und vieles mehr. Freiheit wäre so durch die Gestaltung der gemeinsamen Welt zu finden und nicht in der Ausbeutung des Eigentums zum bloss eigenen Nutzen. Barbara Bleisch hakte nach und klar: Das Buch ist auch ein Plädoyer für die Überwindung des Kapitalismus. Was genau überwunden werden soll, nannte von Redecker die Profitorientierung und das Konkurrenzdenken, weil mit solchen Grundprinzipien des Wirtschaftens die Gewinne meist Wenigen zufallen und die Kosten, oder Abfälle, auf die Gemeinschaft abgeschoben werden. So düster die Gegenwartsanalyse mitunter schien, Eva von Redecker hält die Menschheit nicht für einen hoffnungslosen Fall, ist nicht der Meinung, dass bloss eine blutige Revolution den Karren aus dem Dreck ziehen kann. Gerade in den oben genannten Protesten, wie auch in ungezählten privaten Initiativen, sieht sie eine neue Solidarität sich formieren, die pflegt statt beherrscht, die regeneriert statt erschöpft und teilhat statt verwertet. Und so die Angst vor Veränderung überwindet. Obwohl Eva von Redeckers Mutter meinte „Evchen, sag doch nicht Kommunismus“, beschreibt ihr Buch doch eine Idee eines Wirtschaftens, das mehr an einer Gemeinschaft orientiert ist, mehr weltweite Zusammenhänge im Blick hat und weniger totale Gewinner und Verlierer produziert. Vielleicht hat Eva von Redecker es so geschafft, durch genaue Analyse auszuformulieren, was die mehrheitlich jungen Leute, die sogenannte neue Generation, die auf der Strasse ihre Stimme erhebt, für ihr Leben geändert haben will. Weil sie sich eine Zukunft für sich, ihre Mitmenschen und ihre Kinder vorstellen können wollen.

Kleiner Frühling live!

Keinen Sitzplatz bekommen? Sei trotzdem mit dabei – wir zeigen unser Programm via Live-Stream. Folge uns auf Instagram und klick dich und deine FreundInnen dazu. Hier gehts zum aktuellen Programm: Kleiner Frühling – grosse Frauen

Auf geht’s!

KLEINER FRÜHLING – GROSSE FRAUEN – HELLE FREUDE

Der kleine Frühling findet statt – in der Kunsthalle Ziegelhütte. Der Kurator Roland Scotti bietet uns das Gastrecht an. Welch ein Glück solche Freunde zu haben! Das Festival ist AUSVERKAUFT – kommt uns trotzdem besuchen, im Bücherladen, an den 15 + 1 Kunstorten im Dorf und im Kunstmuseum Appenzell. Bis bald, wir freuen uns auf euch!

 Programm kleiner Frühling 2021

Maigedicht

die Wiese
vor meinem Fenster blendet
Sonnen-Grün

viel ins GRÜNE schauen
sei gut für die Augen
sagte mein Grossvater
er war Optiker und Fotograf

Grün sehen

Patienten am Fenster
genesen schneller
als diejenigen bei der Türe

Stefan Rohner

aus „BREATHE THE GREEN“ im Grünen schwimmen, edition clandestin, 2021

Starke Bücher für Kinder gross und KLEIN

Unser Laden ist ein Überraschungsei. Voll mit tollen, frischen Neurescheinungen für jede Lese- und Lebenslage. Umso besser und schöner, können wir endlich wieder ganz für euch da sein – wir haben euch vermisst!

Maria Riss hat schon ein paar Perlen raussortiert..

Judith Kleinschmidt: Sofabanditen oder die verrückte Befreiung der Hühner

Ada ist 9 Jahre alt. Sie hat sich selten dermassen mies gefühlt wie an diesem Morgen. Der Umzugswagen steht vor der Tür, vollbepackt mit Möbeln. Ada will nicht umziehen, sie liebt ihr Zimmer und sie wird am neuen Ort noch mehr Mühe haben, Freundschaften zu knüpfen. Ihre Eltern suchen die letzten Habseligkeiten zusammen, während Ada schon mal in den Umzugswagen klettert. Was sie da allerdings sieht, verschlägt ihr erstmal die Sprache. Ein Schaf sitzt am Steuer, mit einer grossen Zigarre im Mundwinkel. Es grinst Ada an und meint: «Ich bin Lilli. Lust auf ein richtiges Abenteuer?» Bevor Ada antworten kann, gibt das Schaf Gas und fährt los, raus aus der Stadt. Schaf Lilli hat eine Mission, es will die Hühner einer riesigen Farm befreien und Ada soll ihr dabei helfen. Was Ada an der Seite des tollkühnen Schafs erlebt, das wird ihr später wohl niemand je glauben. Ada fühlt sich neben Lilli aber plötzlich unheimlich stark und sie erlebt, dass man Dinge verändern kann, auch wenn dies zuerst unmöglich erscheint. Nach einer Fahrt voller Überraschungen und komischer Zufälle kommt schliesslich wirklich alles gut: Ada und ihre Eltern ziehen in ein altes Haus, wo es genug Platz für Schafe und Hühner gibt. Hier kann Ada nicht nur mit ihrer heissgeliebten Lilli zusammenleben, sondern sie lernt auch den gleichaltrigen Pepper kennen, der bald zu einem treuen Freund wird.

Judith Kleinschmidt hat ein witziges und vor allem spannendes Buch geschrieben. Viele Kinder werden sich in Ada wiederfinden, dieser anfangs miesepetrigen Heldin, die sich aber im Lauf der Geschichte so sehr verändert, mutiger wird, endlich über ihre Sorgen reden kann und lernt, sich für ihre Bedürfnisse zu wehren. Die Geschichte ist ziemlich schräg, aber das ist ja gerade das Wunderbare an Geschichten, dass darin Unmögliches passieren kann. Das Buch ist gleichzeitig aber auch berührend, weil es von einem Mädchen erzählt, das es momentan nicht eben leicht hat und ganz dringend Unterstützung braucht – auch wenn diese von einem verrückten Schaf kommt. Ein Lese- und Vorlesevergnügen, illustriert mit vielen grossartigen, schwungvollen Bildern für Kinder ab etwa 9 Jahren.

hier bestellen und loslesen!

Malin Klingenberg: Elchtage

Nach den langen Sommerferien ist alles anders. Johannas beste Freundin Sandra verbringt ihre Freizeit lieber mit den beliebtesten Mädchen der Klasse, interessiert sich nur noch für Nagellack, schicke Klamotten und Jungs. Johanna vermisst die wunderschönen Tage mit Sandra im Wald, wo sie früher zusammen so viel Zeit in ihrer selbstgebauten Hütte verbracht haben. Jetzt ist Johanna stets alleine in der Waldhütte. Stundenlang beobachtet sie dort die Tiere und eines Tages, da kommen sie: zwei riesige Elche. Ganz nah ist Johanna ihnen und das ist zum Fürchten schön. Mit jedem Tag traut sich Johanna näher an die Tiere heran und bald kann sie die Elche sogar streicheln. Die Elche im Wald, das soll vorderhand Johannas Geheimnis bleiben. Es hilft ihr, sich in der Schule gegenüber Sandra abzugrenzen und all die doofen Sprüche zu ignorieren. Im Wald lernt sie eines nachmittags Six kennen. Einen geheimnisvollen Jungen, der ihre Leidenschaft für diese imposanten, eindrücklichen Tiere teilt. Die beiden verbringen viele Stunden zusammen im Wald und verstehen einander ohne grosse Worte. Six erzählt ihr von den Elchjägern, die sich in der Gegend herumtreiben. Bald ist der Zwist mit Sandra zweitrangig, es geht nur noch darum, gemeinsam mit Six die geliebten Elche zu retten.

«Elchtage» ist das erste Jugendbuch der finnischen Autorin Malin Klingenberg. Wunderbar zart und einfühlend erzählt sie davon, was es heisst, erwachsen zu werden und diese schwierige Zeit der Veränderungen zu durchleben. Die Geschichte erzählt aber auch davon, was im Leben wirklich wichtig ist und wofür es sich zu kämpfen lohnt. In einer klaren, schlichten Sprache ist es der Autorin zudem wunderbar gelungen, die erste zarte Liebe zwischen Johanna und Six zu Papier zu bringen. Die Geschichte ist spannend und berührend zugleich und wird wohl hauptsächlich Leserinnen ab etwa 11 Jahren begeistern.

klick zum Buch!

Lauren Wolk: Echo Mountain

Die Geschichte spielt im US-Bundesstaat Main, im Jahr 1934. Ellies Familie ist nach dem Börsenkrach völlig verarmt und musste aufs Land ziehen. Hier leben sie nun in einer armseligen, einfachen Hütte, ohne Geld und Habe, immer begleitet von der Angst vor Krankheiten und Hunger. Als Ellies Vater nach einem schweren Unfall im Koma liegt, weiss Ellie, dass sie irgendetwas unternehmen muss. Sie kann nicht wie ihre Mutter und Schwester ständig am Bett sitzen und darauf warten, dass ihr Vater ins Leben zurückkehrt. Ellie liebt die Natur, das Leben draussen. Sie weiss, wie man Honig aus einem Bienenstock holt und wo man die meisten Fische fängt. Sie kennt sich mit Kräutern und wilden Tieren aus. Immer wieder wird sie von ihrer Mutter aber zur Hausarbeit gezwungen, Ellie soll daheim bleiben, ihrem Vater vorlesen und sich endlich wie ein anständiges Mädchen benehmen. Ellie widersetzt sich, sie muss einfach raus und nach irgendeiner Lösung suchen, auch wenn ihre Mutter sie immer wieder dafür bestraft. Auf ihren Streifzügen durch die Natur lernt Ellie Cate kennen. Cate, die als Hexe verschrien ist und mutterseelenallein oben auf dem Berg wohnt. Cate kennt sich aus mit Krankheiten, sie weiss Bescheid über Kräuter, Blutegel und andere Heilmethoden. Aber Cate braucht selber Hilfe, sie hat eine schrecklich tiefe, eiternde Wunde am Bein. Ellie handelt, sie setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um ihrem Vater und auch Cate zu helfen. Da ist es gut, dass sie Larkin kennenlernt, Cates Enkel, der genau so stur ist wie sie selber und verbissen an ihrer Seite kämpft. Die beiden tun dies alles nicht nur, um das Leben zweier Menschen zu retten, sie wollen auch ein Zeichen gegen Vorurteile und Verleumdungen setzen, denn nur, wenn alle zueinander halten, können die Menschen in dieser Wildnis überleben.

Einmal mehr ist Lauren Wolk ein wunderschöner, spannender und berührender Roman geglückt. Sie erzählt von einem mutigen, willensstarken Mädchen, das Vieles besser weiss als die Erwachsenen und das man sich von der ersten Seite an zur Freundin wünscht. Die Geschichte begeistert vor allem durch die so gelungene Beschreibung der Figuren und deren warmherzige, feinfühlige Beziehung zueinander. In einer wundervoll umsichtigen Sprache schreibt die Autorin über Wahrheit und Lüge und deren moralische Einordnung, über Vorurteile und in Folge letztlich über Mut und Gerechtigkeit. Das wundervolle Buch findet hoffentlich möglichst viele jugendliche Leserinnen und Leser und sei auch Erwachsenen wärmstens empfohlen.

Bereit loszulesen?

Juli Zeh: Socke und Sophie. Pferdesprache leicht gemacht

Wie viele andere Mädchen träumt die etwa 9-jährige Sophie von einem eigenen Pferd oder Pony. Und es geht ihr nicht besser als den meisten anderen Mädchen auch: Die Eltern sind strikte dagegen und dies nicht nur wegen der fehlenden Finanzen. Aber dann geht für Sophie doch noch ein Türchen auf, sie darf Pony Socke als Pflegepferd übernehmen. Was Sophie zu Beginn nicht weiss, dieses Pony wurde früher schwer misshandelt und hat jegliches Vertrauen in Menschen verloren. Wenn es Sophie nicht gelingt, das Pony in nützlicher Frist zu reiten, wird es weggegeben, vielleicht droht sogar der Schlachthof. Jede freie Minute verbringt Sophie nun auf dem Reiterhof und oft genug gibt es auch gefährliche Situationen, weil Socke einfach nicht verstehen will, was Sophie beizubringen versucht. will. Sophie wird bewusst, dass sie unbedingt die Sprache des Ponys lernen muss, und dies so schnell wie möglich. Sie hat sich das niemals so schwierig vorgestellt und sie braucht ihre ganze Kraft für dieses Vorhaben. Aber dann wird sie für ihre immense Geduld und ihren Durchhaltewillen belohnt: Sophie versteht eines Tages Sockes Sprache so gut, dass sie auf seinem Rücken reiten darf. Langsam zwar, aber mit einem unbeschreiblichen Glücksgefühl in ihrem Bauch.

«Socke und Sophie» hebt sich wohltuend von den meisten gängigen Pferdebüchern für Mädchen ab, die oft so viele Klischees bedienen. Der richtige Umgang mit Pferden will gelernt sein, es braucht mehr dazu als ein paar schicke Reitstiefel und einige Reitstunden auf dem Hof. Pferde sind keine niedlichen

 Spielzeuge, sie haben einen starken Willen und natürliche Instinkte, deshalb brauchen sie Menschen, die ihre «Sprache» verstehen genauso wie eine sehr intensive Pflege. Dies wird auch erwachsenen Lesenden, die kaum Wissen und Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringen, bei der Lektüre bewusst. Juli Zeh kombiniert in ihrem Pferdebuch fundiertes Fachwissen mit einer spannenden Geschichte. Das Buch gehört unbedingt in die Bibliothek junger Pferdefans, die meisten von ihnen werden es mit grossem Interesse und Begeisterung lesen.

Lust durch die Seiten zu galoppieren?

Februargedicht

Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
geht es um dich oder ihn.
Dein eignen Schatten nimm
zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruss mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiss deine Pläne. Sei klug
und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko in „Sei klug und halte dich an Wunder, Gedanken über das Leben“

Das Lesen geht weiter!

Liebe Bücherladenfreunde, liebe Leserinnen und Leser

«…Aber die Buchhandlungen tragen dazu bei, die Folge der Pandemie für die Bevölkerung abzufedern. Wie der Bundesrat zur Einschätzung gelangt, das Buch sei kein Gut des täglichen Bedarfs und dürfe daher nicht mehr vor Ort eingekauft werden, ist nicht nachvollziehbar. Das Buch nährt und hält, es bildet und tröstet–es tut all das, was andere Güter des täglichen Bedarfs ebenso tun, von den Nahrungsmitteln bis zur Schnittblume. Mit dem Buch bauen wir Hürden ab, es ermöglicht uns, unsere Perspektive zu wechseln und uns auf Gemeinsamkeiten zu besinnen.» 

Aus der Medienmitteilung von Tanja Messerli, Geschäftsführerin ad interim des Schweizer Buchhändler- und Verleger Verbandes.

In diesem Sinn sind wir mit voller Energie weiter für Sie da! 

Ab dem 19. Januar wie folgt:

  • Wir beraten Sie gerne telefonisch oder per Mail von Dienstag – Samstag 9 – 14 Uhr
  • Per SMS/Whatsapp 077 484 09 48 – gerne führen wir Sie auch virtuell durch den Bücherladen und zeigen unsere Lieblingsbücher.
  • Bis 14 Uhr können bestellte Bücher an der Abholstation hinter dem Bücherladen/Kanzleiplatz abgeholt werden.
  • Fast alle unsere Bücherstationen sind offen! Oberegg – Bäckerei Bischofberger / Heiden – Bionat / Rehetobel – Volg / Trogen – Schäfli-Laden / Teufen – Böhli Beck / Appenzell – Metzgerei Fässler im Coop
  • Und wir liefern weiterhin in Ihren Milchkasten (AI/AR)
  • Pakete in fernere Regionen versenden wir für einen Unkostenbeitrag von 5 Franken, Bestellungen ab 100 Franken verschicken wir portofrei.

Bleiben Sie gesund, lesefreudig und halten Sie uns die Stange!

Ihr Bücherladenteam

Carol Forster, Vanja Hutter, Anna-Lena Fässler, Maria Riss, Can Tolga

Bücherladen
Hauptgasse 10
CH-9050 Appenzell
Telefon +41 71 787 29 30
www.buecherladen-appenzell.ch

Weiterlesen, Weiterblühen

Wir planen zuversichtlich und tatenfroh unseren „Kleiner Frühling – Grosse Frauen“. Als Auftakt dazu schon im April – Lesung mit Dorothee Elmiger (aus der Zuckerfabrik), moderiert von Marion Regenscheit, am Freitag 9. April 2021 im Bücherladen.

Laufend die neusten Infos unter: Kleiner Frühling

Januargedicht

Omens

I rode to meet you: dreams
like living beings swarmed around me
and the moon on my right side
followed me, burning.

I rode back: everything changed.
My soul in love was sad
and the moon on my left side
trailed me without hope.

To such endless impressions
we poets give ourselves absolutely,
making, in silence, omen of mere event,
until the world reflects the deepest needs of the soul.

after Alexander Pushkin

Vorzeichen

Ich ritt zu dir: Träume
umschwärmten wie Lebewesen mich,
und der Mond zu meiner Rechten
folgte mir glühend.

Ich ritt zurück: alles war anders.
Meine liebende Seele trauerte,
und der Mond zu meiner Linken
zog ohne Hoffnung mir nach.

Solch endlosen Eindrücken
geben wir Dichter zur Gänze uns hin,
verwandeln in Stille zu zeichen blosses Geschehen,
bis die Welt spiegelt, was der Seele Tiefe bedarf.

In: „Averno“, Gedichte Luchterhand 2007

nach Alexander Puschkin

Louise Glück

Weihnachtself und Detektivbüro

Vida und der Weihnachtself

Bjarne Reuter: Vida und der Weihnachtself

Vida und ihr grösserer Bruder Karl fahren am 1. Dezember zu ihrem Opa in den Norden. Und dies, obwohl es so viel Schnee hat, dass kaum noch Züge fahren und obwohl Opa das alte Pferd aus dem warmen Stall holen und an den Schlitten schirren muss, um die beiden vom Bahnhof abzuholen. Abgemacht ist schliesslich abgemacht. Opa wohnt mitten im Wald, er heizt mit Holz und einen Fernseher gibt’s bei ihm auch nicht. Dafür einen grossen Pappkarton, mit dem man spannende Sendungen selber inszenieren kann. Einmal haben sie keinen Strom mehr und ein anderes Mal fällt die kleine Vida vom Pferdeschlitten, ohne dass Opa es merkt! Hinterher ist Vida jedoch froh, dass sie so ganz allein im Wald ausharren musste, denn sonst hätte sie den kleinen Wichtel niemals gefunden. Der Wichtel braucht nämlich Hilfe, weshalb ihn Vida mitnimmt und ihn zu ihren Socken in die Kommode steckt. Einem Wichtel zu helfen, dass er wieder heimfindet, dazu braucht es allerhand magische Dinge: einen Stiefel voller Mondschein zum Beispiel oder einen Wackelzahn mit Gänsehaut. Vida braucht viel Fantasie und auch ein paar Notlügen, um dem kleinen Wichtel zu helfen. Erst an Weihnachten, als auch Mama und Papa endlich im Wald angekommen sind, ist Vida sicher, dass der Wichtel heimgefunden hat. Da hört sie nämlich die Kirchenglocken in der Ferne, die wohl für sie, eine ganz speziell klangvolle Wichtelmelodie spielen.

Bjarne Reuter hat eine bezaubernde, warmherzige Weihnachts- und Wintergeschichte in 24 Kapiteln geschrieben. Besinnlich und zart könnte man die Erzählung auch nennen, stellenweise humorvoll, aber an keiner Stelle kitschig. Dafür ist der Text zu gekonnt verfasst und die Figuren zu einfühlend beschrieben. Auch die Bilder geben diese beschauliche, leicht verträumte Stimmung wieder. Solche Geschichten tun gut zwischendurch, vor allem in diesen für viele so hektischen Tagen im Advent. Ein kostbar gestaltetes Vorlesebuch für die ganze Familie. Kinder ab etwa 5 Jahren werden der Handlung mühelos folgen können und Erwachsene werden sich an der subtilen, bildhaften Sprache erfreuen.

Detektivbüro LasseMaja - Weihnachten in Valleby

Martin Widmark: Detektivbüro Lasse Maja. Weihnachten in Valleby

Valleby ist ein kleines Dorf irgendwo in Schweden. Hier kennen sich alle und in der Mitte des Dorfes steht die grosse Kirche. Lasse und Maja gehen in die gleiche Klasse und haben zusammen ein Detektivbüro gegründet, das mittlerweile im ganzen Ort bekannt ist. Es ist Weihnachten und ausgerechnet heute fällt in Valleby der Strom aus. Lasse und Maja machen sich natürlich sofort auf, um einerseits den Leuten zu Hilfe zu eilen und andrerseits, um die Ursache der Strompanne zu finden und reparieren zu lassen. Natürlich geht das nicht reibungslos und die beiden stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen. Leserinnen und Leser müssen Maja und Lasse deshalb behilflich sein, denn nur, wenn alle Rätsel im Buch gelöst werden, kann es in Valleby ein Weihnachtsfest geben.

Es gibt in dieser Geschichte auf jeder Seite mindestens ein Rätsel, das geknackt werden muss. Da gilt es beispielsweise eine Botschaft in Morsezeichen zu entziffern oder man muss die fehlende Backzutat im Küchendurcheinander finden. Lesende sollen Maja und Lasse helfen, die elektrischen Kabel richtig zu verbinden oder herausfinden, wer sich hinter einer geheimen Botschaft verbirgt. Das Buch ist spannend, leicht lesbar und voll von coolen und doch kunstvollen Bildern. Weil es nicht nur Text zum Lesen, sondern auch viele Rätsel zu lösen gibt, wird das Buch wohl viele Kinder faszinieren. Dass die Handlung mit dem eigentlichen Weihnachtsfest nicht mehr viel zu tun hat, spielt da wohl keine entscheidende Rolle. Für Kinder ab etwa 8 Jahren.

Lasse und Maja, das ist schon lange ein sehr bekanntes Detektiv-Duo, gibt es doch bereits an die 30 Bände aus dieser Reihe.

Maria Riss

Mut zum guten Buch

Weihnachten findet statt und die Bücher gehen uns zum Glück auch nicht aus. Wir BuchhändlerInnen lesen ja die ganze Zeit. Unter anderem darum, um euch die schlechten Bücher zu ersparen, auf Gute zu zeigen und euch das Beste vom Besten nicht vorzuenthalten. Quasi direkter Weg zum passenden Buch, zugeschnitten auf Laune, Lebensabschnitt und Wünsche. Wir lieben es, euch bei der Qual der Wahl zum guten Buch beizustehen und mit euch über Gelesenes zu reden. Immer wieder entdecken wir so auch ganz Neues. Eines meiner nun Lieblingsbücher „die hundert Brüder„, habe ich unlängst im Bücherladen empfohlen bekommen – danke!

So haben wir unser Schaufenster und „Baum“ geschmückt – unsere liebsten Bücher hängen dort schön eingepackt und inkognito. Warum nicht etwas Überraschung reinbringen, haben wir gedacht. Ein kleiner, feiner Beschrieb gibt eine Richtung an, welchen Geschmack es trifft – Titel wird nicht verraten. Schnapp dir ein Buch, für wen auch immer – Schwester, Freund, Kind oder dich selbst!

Wer auf den Geschmack kommt, kriegt von uns auch Überraschungen durch das ganze Jahr. Mit unserem Bücherabo bekommst du jeden Monat, oder jeden zweiten eine Neuheit aus unserem Sortiment. Speziell ausgewählt, nach deinen Wünschen und natürlich toll verpackt samt handgeschriebener Karte. Mehr Infos mail@buecherladen-appenzell.ch Auch bestens als Weihnachtsgeschenk geeignet für die, welche keine Idee haben oder die Beste.

Gern und bald ich Bücherladen – wir freuen uns auf euren Besuch!

Vanja Hutter