Weihnachtsgans mit Schneemann

Wie sich die Weihnachtsgans vor dem Ofen rettete

Wie sich die Weihnachtsgans vor dem Ofen rettete

Wolf, Fuchs und Wiesel wollen in diesem Jahr ein besonders festliches Weihnachtsessen zubereiten. Fuchs macht sich auch gleich mit einem grossen Sack auf die Jagd nach einem geeigneten Braten. Das Abenteuer beginnt, als er mit der Beute zu seinem Bau zurückkehrt. Gans, kaum dem Sack entlassen, schimpft gleich mächtig los. Fuchs solle gefälligst aufräumen, bevor er Damenbesuch erhalte. Fuchs gehorcht und putzt den Bau sauber, so lange bis alles glänzt. Als Wiesel und Wolf eintreffen, macht die Gans ihnen sofort klar, dass man eine Weihnachtsgans zuerst mästen und füttern müsse. Ja, das leuchtet ein. Aber nur Gans kann kochen, sie übernimmt das Kommando in der Küche, lässt die andern Gemüse rüsten und Geschirr spülen. Beim Mau-Mau spielen nach dem feinen Essen gewinnt Gans immer, weil sie halt am besten schummeln kann. Aber so viel Spass, hatten die drei schon lange nicht mehr. Gans übernimmt im Bau auch an den folgenden Tagen das Zepter. Da wird gebastelt und ein Baum geschmückt, da werden Plätzchen gebacken und Tannenzweige aufgehängt. Ein Leben ohne Gans, das können sich Wiesel, Wolf und Fuchs schon bald gar nicht mehr vorstellen. Und mit dem Braten, da warten sie doch lieber noch ein Jahr. Dies auch, weil alle drei keinen Schimmer davon haben, wie man einen solchen Gänsebraten überhaupt gart.  In den Bildern wird deutlich, wie einfallsreich Gans agiert, und wie gerissen sie die andern überlistet. Präzise geben die Bilder nicht nur die verschiedenen Charaktere und Gefühle wider, spürbar wird auch die Stimmung im Fuchsbau, die mit jedem Tag besser und gemütlicher wird, seit Gans hier wohnt. Gans hat Mut, Durchsetzungskraft und ist sehr viel klüger als alle andern, das wird die meisten Kinder begeistern. Das humorvolle und durchaus auch spannende Bilderbuch empfiehlt sich für Kinder ab etwa 4 Jahren.

Schöne Weihnachten, kleiner Schneemann!

Wolfgang Hänel: Schöne Weihnachten, kleiner Schneemann

Die Kinder haben einen wunderschönen Schneemann gebaut – fast. Leider werden sie nicht ganz fertig, weil sie ins Haus gerufen werden, um Weihnachten zu feiern. So steht der kleine Schneemann im Hof, ohne Rüebli-Nase und ohne Hut. Besonders traurig ist er nicht, ihn nimmt es einfach Wunder, was denn dieses Weihnachten eigentlich ist. Er macht sich deshalb auf, um schlauer zu werden. Die meisten Tiere, die er fragt, wissen auch nicht richtig Bescheid. Sie erzählen von Bäumen in Häusern und von extragrossen Hundeknochen. Ein kleiner Hase schenkt dem kleinen Schneemann dafür endlich eine Nase und meint, das mache man an Weihnachten so. Erst ein Eichhörnchen ist genauso neugierig wie er. Gemeinsam wollen sie der Sache auf den Grund gehen. Unterwegs treffen sie weitere Schneemänner, die sich ihnen anschliessen. Beim Haus einer Familie machen sie Halt. Sie schauen durchs Fenster und staunen ob dem Lichterglanz. Natürlich werden sie von den Kindern entdeckt und so kommt es, dass der kleine Schneemann am Schluss nicht nur eine wunderschöne Mütze auf dem Kopf, sondern auch einen wunderschönen, selbstgestrickten Schal um den Hals trägt.

Wolfgang Hänel hat eine fröhliche, unbeschwerte Weihnachtsgeschichte in 24 kurzen Kapiteln geschrieben. Susanne Göhlich hat ebenso heitere Bilder dazu gemalt. Eine unbeschwerte, vielleicht etwas gar niedliche Weihnachtsgeschichte, die aber an keiner Stelle kitschig wirkt. In dieser Zeit tun solche Geschichten zwischendurch ja auch ganz gut. Ein ideales Vorlesebuch für Kinder ab etwa 5 Jahren.

Maria Riss

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