Februargedicht

Vom silbernen Schrecken
wenn sich im Wind
zwei Gräser berühren –
bis zu den dumpf
stürzenden Früchten
torkelnd vor Reife.

Vom leichtfüssigen Nebel
der atmet sich kühl
ins zaghafte Licht –
bis zum nie-satten Schatten
im feuchtwarmen
farnsprossigen Tal.

Von der Ankunft der Sichel
am Abend wenn Geborgenes
glasglöckig strandet –
bis zum Abschied graumorgens
mit pochenden Narben
am Fächer des Herzens.

 

aus „Mein Haus hat keine Wände“ von Franz Dodel, 2019

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