Die zehn Lieben des Nishino

Endlich, der neue Roman von Hiromi Kawakami! Seit „ Der Himmel ist blau, die Erde ist weiss“ (2008) sind vier Romane der japanischen Autorin erschienen. Alle habe ich mit Begeisterung gelesen. „Die zehn Lieben des Nishino“ erzählt in zehn Kapiteln die Lebensgeschichte des Mannes Nishino Yukihiko. Zehn Frauen erzählen ihre persönliche Liebesgeschichte mit diesem bemerkenswerten, auf den ersten Blick unauffälligen Mann. Nishino fragt seine Freundin „ Warum ist die Welt so unendlich“ und betrügt sie gleich mit der nächsten. Er kann nicht lieben und macht dennoch fast jeder seiner Geliebten einen Heiratsantrag. Seine Chefin schwört, nichts mit ihm anzufangen, bis er sie aus heiterem Himmel verführt. Eine Frau, mit der er eine Telefonliaison hat, vergleicht ihn mit einer Marimo-Alge, die als samtige Kugel auf dem Grund eines Sees liegt. In seinen Fünfzigern möchte er zusammen mit seiner viel jüngeren Geliebten sterben, doch so weit will sie nicht mit ihm gehen. Nishino, als junger Mann und bis ins höhere Alter ein Suchender, ein Liebender, dem die Frauen verfallen. Und dennoch schwebt über allen Geschichten die Flüchtigkeit des Augenblicks. Die Flüchtigkeit der modernen Liebe, die sich nicht festlegen will. Hiromi Kawakami erzählt mit einer zarten, leichten und eindringlichen Sprache von der Liebe, die keinen Halt finden kann in den Figuren, die ihr verfallen.

Hiromi Kawakami, Die zehn Lieben des Nishino, Hanser Verlag

diezehnlieben.jpegAuch der Umschlag ist zum Anbeissen.

 

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