Ein zartes Licht im Nebel

Winter_Noemi.jpeg

Die junge Protagonistin lässt uns an ihrem Leben teilhaben, man glaubt sie zu kennen, aber irgendwie auch nicht. Die Stimmung des Ortes Sokcho; kalt, neblig, befremdlich, etwas einsam und bedrückt, spiegelt sich in den Gefühlen der Ich-Erzählerin. Sie arbeitet in einer Pension ohne viele Gäste und einem undankbaren Chef. Ihre Mutter, die Fischstandbetreiberin, möchte sie am liebsten schon gestern verheiratet haben und dennoch bemuttern. Die junge Frau möchte eigentlich weg von hier, weiss jedoch nicht wohin, weshalb und wann.

Durch einen französischen Künstler und dessen andere Sichtweise auf Sokcho und das Leben im Allgemeinen, verändert sich in ihr etwas. Der Nebel in ihr und um sie herum wird etwas gelichtet, sie sieht etwas klarer in die Welt und auch für uns Leser scheint Sonne durch.

Klein und fein. Sehr detailreich und gefühlvoll, von Elia Shua Dusapin geschrieben und mit dem Robert Walser Preis ausgezeichnet.

Noemi Lieberherr

Ein Winter in Sokcho, Elisa Shua Dusapin, Blumenbar 2018

 

EINKAUFEN

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: