Was vielleicht eigentlich gerade los ist

Und immer wieder fragen Autorinnen: Wie ist das denn so, gerade jetzt, in diesen Zeiten, zu leben? Wir flitzen im Eiltempo auf dieser kleinen Kugel herum, hasten von Projekt zu Projekt, erobern die Welt mit dem Flugzeug, mit Tempo und Wucht, können alles wissen (ein bisschen) und alles ausprobieren (fast grenzenlos). Und dann sitzen wir in einem Wartesaal eines Flughafens, neben Amar zum Beispiel, könnten ihn berühren und – wissen nichts.
Lisa Halliday schafft es in «Asymmetrie» dieses Weltgefühl einzufangen, ohne platt darauf hinzuweisen. Mit hinreissender Sprache (tolle Übersetzung, lieber Hanser Verlag!), klugem Aufbau und weiteren Konstellationen, durch die es zwischen den Zeilen nur so wuchert, stellt Halliday Fragen, wie in einer Welt der gefühlten totalen Vernetzung persönliches Glück aussehen kann. Und was Politik damit zu tun haben könnte. Vielleicht … oder was ist es denn, was Ihnen entgegenwuchert, was schlingt sich um Ihre Gedanken? Bitte lesen und mit mir darüber parlieren! Es wäre mir eine Freude.

Melina Cajochen

Lisa Halliday, Asymmetrie, Hanser Verlag 2018

 

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