Septembergedicht

hongkong

darf ich es sagen
hongkong du riechst
nach seit längerem nassem
papier mancherorts
strenger nach hund
deine palmen aus fleisch
deine düfte aus pilz

deine blüten aus fisch
sieh die dünnhäutigen
hochhäuser haben
himmel eingeatmet
sind nun sehr beschlagen
die wolken schwerer
als wolken wie fels
die himmel bergketten
die nachtfalter fledermäuse
und die fledermäuse gross
wie zerfetzte regenschirme
hongkong deine bauten
machen sich als sterne
den hang hinauf
die menschen dagegen
wie von ungefähr
auf den fähren dem wasser
zwischen china und china

Raphael Urweider

Aus: Raphael Urweider, Wildern, Hanser Verlag 2018.

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