Hirsch jagt im Outback

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Der Australier Garry Disher hat schon einige wirklich gute Krimis hingelegt. Mit „Bitter Wash Road“ hat er mich aber überzeugt wie nie. Die Geschichte hat ihr Zentrum in Tiverton, wo Hirsch – Constable Paul Hirschhausen – strafversetzt wurde. Er fühlt sich etwa so, wie der Treffer für Tiverton auf Google Earth daherkommt – trostlos. Dann geschieht ein Unfall, der keiner ist, seine Polizeivergangenheit holt ihn ein, Rassismus, Gewalt und Landlord-Gehabe wabern durch die Ödnis und machen ihm das Leben schwer. Hirsch hat aber seine Grundsätze, lässt sich nicht so leicht ins Bockshorn jagen, scheut keine Umwege. Mal behindert von den eigenen Kollegen, mal unterstützt von unverhoffter Seite, kommt er zum Ziel. Einem Ziel, das zu erreichen eigentlich gar nicht so wahnsinnig erstrebenswert ist.
Disher erzählt lakonisch, punktgenau, treibt die Geschichte voran und gibt ihr zwischendurch Zeit, Luft zu holen. Ein Leckerbissen, der definitiv besser schmeckt als Vegemite auf Toast.

Reto Pfändler

Garry Disher, Bitter Wash Road, Unionsverlag 2016.

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