Und träge fliesst der Sabine River

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Der Osten von Texas wird von einer Landschaft geprägt, die im krassen Gegensatz zu den wüsten Bildern aus mehr oder weniger gelungenen Westernverfilmungen steht. Der bereits aus dem Buch „Dunkle Gewässer“ bekannte Sabine River fliesst durch die üppige Landschaft, die zum einen ein vegetatives Dickicht ist. Zum andern treffen wir auf menschliche Verwachsungen.  „Das Dickicht“ von Joe R. Lansdale erzählt die Gesichte von Jack Parker, der zuerst die Eltern an die Pocken, dann den Grossvater an Banditen verliert. Und die sind gar nicht verlegen und entführen die Schwester des jungen Jack auch noch. Klar, die Schwester will gerettet sein und Jack findet Hilfe: Shorty ein – was wohl – Zwerg, Eustace, Sohn eines Sklaven und die bezaubernde, kluge und auch käufliche Jimmie Sue helfen – bis zum für die meisten bitteren Ende.

„Das Dickicht“ ist ein erzählerischer Strudel, dem zu entkommen unmöglich ist. Faulknersche Stimmungen, eine bildstarke Sprache und dauernd das Gefühl einen Tarantinofilm im Hinterkopf ablaufen zu haben, machen dieses Buch zu einem Ereignis.

Reto Pfändler

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